25. September
2004
19:21 MESZ
Public Netbase vor Schließung
Arge Finanznöte: Leiter und Gründer Konrad Becker erklärt, er müsse
Mitarbeiter ab Oktobe kündigen, falls Subvention nicht erhöht werde
Wien - Die Wiener Internetplattform Public Netbase befindet
sich in argen Finanznöten: Sollte sich die Stadt nicht bereit erklären, die
Subvention (heuer 218.000 Euro) zu erhöhen, sieht sich Konrad Becker, der Leiter
und Gründer, gezwungen, die Mitarbeiter und den Mietvertrag am 1. Oktober zu
kündigen. Mit Jahresende müsse der Server eingestellt werden. Aufgrund der
mangelnden Subvention würden sich bis Ende Dezember Schulden in der Höhe von
130.000 Euro angehäuft haben. Ihm sei aber, so Becker, von Kulturstadtrat
Andreas Mailath-Pokorny (SP) eine ausreichende Dotierung versprochen worden: "Er
hat uns ermuntert, nicht aufzugeben." Der Grundbedarf liege, laut Becker von
einer Mitarbeiterin des Kulturamts bestätigt, bei 550.000 Euro. Mailath kontert,
dass die Stadt die Subvention einst "um 300 Prozent erhöht" habe; sie stehe zu
einer Zusage von 218.000 Euro "auch im kommenden Jahr". Er werde sich "wie
bisher dafür einsetzen, dass die Public Netbase ihre Arbeit fortsetzen kann".
(trenk/DER STANDARD, Printausgabe, 25./26.9.2004)
© 2004 derStandard.at - Alle
Rechte vorbehalten.
Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine
Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist
nicht gestattet.