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| 24.02.2006 - Kultur&Medien / Kommentare | ||||
| Kunstlicht: Tiefer wollen wir nicht mehr | ||||
| ALMUTH SPIEGLER | ||||
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N Neu ausschreiben! Das fordern jetzt natürlich die
Opposition und der Kunsthistoriker-Verband, dessen Vorstand,
Künstlerhaus-Geschäftsführer Peter Bogner, sich übrigens ebenfalls
(erfolglos) für den Posten beworben hat. Doch das Gefauche muss wohl als
bloßes Scheingetöse vor dem am nächsten Mittwoch stattfindenden Stechen
zwischen Agnes Husslein und Peter Pakesch gewertet werden. Einmal einen
Fehler zuzugeben, davor schaudert es der Regierung wie vor einer Todsünde.
Außerdem wäre es in diesem Falle sowieso müßig, das ganze
Karussell noch einmal anzuwerfen, um noch einmal das voraussichtlich
gleiche Ergebnis serviert zu bekommen. Also stehen wir lieber gleich zu
der gewohnten österreichischen Ausschreibungs-Unkultur und belassen es
kostensparend bei der jetzigen Pattstellung Husslein/Pakesch. Die Zeit bis
zur Entscheidung kann man sich immerhin mit Spekulationen darüber
totschlagen, wer von den beiden wohl bessere Regierungs-Connections hat.
Oder gewinnt doch der Ex-Galerist, der neben seinem Job
als Intendant des steirischen Landesmuseums noch die Zeit findet, für
Nationalratspräsident Andreas Khol das Parlament regelmäßig mit neuer
Kunst auszustatten? War der so seltsam formulierte Ausschreibungstext etwa
nicht, wie zu Beginn fälschlich vermutet, auf NÖ-Landesmuseumsdirektor
Carl Aigner zugeschnitten, sondern immer schon auf Pakesch, der in Graz
Architektur studiert hat? Das ist doch wirklich zu tief. Aber mit diesem Niveau hat man ja bereits immerhin zu leben gelernt. Also wenigstens schnell entscheiden. Damit zu arbeiten begonnen werden kann.
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