Noch eine Ausstellung im ohnehin nicht dünnen Programm des Linzer Kunstmuseums Lentos. Dennoch hat die Schau, die Johanna Schwanberg und Dieter Buchhart in den großen Saal platziert haben, seine Berechtigung. Die Bilder aus der eigenen Sammlung können so unter neuen Aspekten und mit neuen Fragestellungen erschlossen werden. Auch ein spannender Einstieg für Erstbesucher, vermutet Direktorin Stella Rollig.
Unterteilt in acht Stationen werden Werke präsentiert, die in Linz entstanden sind oder in die Sammlung der Stadt übergegangen sind. So kann junge Kunst mit Meisterwerken korrespondieren, ein Brückenschlag zwischen Epochen und Generationen vollzogen werden.
Die Ausstellung ist ein Wiedersehen mit „alten Bekannten“, vielleicht auch Vergessenem oder noch nicht wahrgenommenen Neuerwerbungen. Die Anordnung ist spannend, provoziert ein Weiterdenken der Kuratorenvorgaben. Die Themen der diversen Kojen fordern dazu heraus: Unter der Haut, Künstler-Forscher, Ornament, Am Horizont, Faszination Großstadt, Brennpunkt Soziales und mehr.
Da treffen einander Oskar Kokoschka und Herwig Kempinger oder Elke Krystufek und Egon Schiele gleich beim Entree. Und wer Fotografie der Malerei vorzieht, wird besonders gut bedient. (thek)
Info: bis 9. August, täglich 10–18 Uhr, Do 10–21 Uhr geöffnet. www.lentos.at