25. September 2009 - 15:22 Uhr · str · Aktuelle Meldungen

Rainer-Museum in Baden als Stätte der Begegnung

Rainer war über die Eröffnung sichtlich erfreut

Mit der Umgestaltung des ehemaligen Frauenbades zum Arnulf Rainer Museum, das am Freitag in Baden eröffnet wurde, ist die niederösterreichische Kulturlandschaft um einen neuen Anziehungspunkt reicher. Bei einem Pressegespräch am Vormittag, an dem u.a. Rainer selbst und Landeshauptmann Pröll teilnahmen, wurde deutlich: Das Museum soll eine Stätte der Begegnung sein.

Werte wie Toleranz, Weltoffenheit und Innovationskraft soll das Museum laut Pröll vermitteln, zugleich als Ort der Geschichte und Tradition die Verbindung mit der Gegenwart darstellen. Neues aus Altem zu schaffen stelle auch einen Leitsatz in Rainers Werk dar, so der Landeshauptmann.

"Das ist nicht ein klassisches Museum", erklärte Rainer selbst. "Je nachdem wie viele Geldmittel wir haben, umso schneller können wir die Ausstellungen wechseln." Die Eröffnungsschau hat er nicht selbst gestaltet: "Ich kann meine Bilder nicht selber hängen, ich bin immer unzufrieden." Ob er sich nun alt fühle mit einem eigenen Museum? "Rainer: "Da müssen Sie mich beobachten. Noch fühle ich mich nicht so."

Als Eröffnungsausstellung sind bis März 2010 unter dem Titel "Aller Anfang ist schwer" frühe Arbeiten Rainers aus den Jahren 1949 bis 1961 zu sehen, die auf 600 Quadratmetern Fläche in den hohen Marmorsälen des klassizistischen Bades ebenso wie in den weiß gestrichenen türlosen Umkleidekabinen einen speziellen Rahmen vorfinden.

Arnulf Rainer wurde 1929 in Baden geboren, war Mitbegründer der "Hundsgruppe", zählte zum Kreis um Monsignore Otto Mauer und wurde vor allem durch seine Übermalungen bekannt. Rainer lebt in Wien, Oberösterreich, Bayern und auf Teneriffa. Dem Museum stellt er u.a. 42 Werke im Wert von 600.000 Euro per Schenkung zur Verfügung.

Quelle: OÖNachrichten Zeitung
Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/ticker/Kunst-Museen-Bauten-Niederoesterreich-Eroeffnung-PrimaVista;art449,266068
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