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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
12. April 2006
12:58 MESZ
Salzburger Kulturstätten pochen auf höhere Förderung
Im Österreich-Vergleich an vorletzter Stelle - 83 Prozent der Dachverbans-Mitglieder wünschen sich "mehr politisches Lobbying"

Salzburg - Die Salzburger Kulturstätten wünschen sich eine zehnprozentige Fördererhöhung bis zum Jahr 2008 und mehr politisches Lobbying. Dafür soll sich ihre Interessensvertretung, der "Dachverband Salzburger Kulturstätten", in Zukunft mehr ins Zeug legen. Das ist das Ergebnis einer Mitgliederbefragung, die der Dachverband im Februar durchführen ließ und die am Mittwoch präsentiert wurde.

An der Online-Befragung beteiligten sich 30 von 60 Kulturinitiativen. Obwohl sich die Mitglieder mit fast allen Leistungsbereichen des Dachverbandes überdurchschnittlich zufrieden zeigten, erwarten sich 83,3 Prozent der Befragten mehr politisches Lobbying für eine Erhöhung der Förderungen, fasste der Geschäftsführer des Dachverbandes, Thomas Randisek, zusammen. "Wir werden das Thema Lobbying bei der Generalversammlung im Mai eingehend diskutieren."

Rückläufige Fördersummen

Was die Förderhöhe durch die jeweilige Landeskulturabteilung betrifft, liege Salzburg im Bundesländervergleich mit einer für heuer veranschlagten Fördersumme von 20.000 Euro sogar an vorletzter Stelle. Im Gegensatz dazu würden die Oberösterreichischen Kulturstätten 112.200 Euro erhalten. "In Salzburg sind die Förderungen der Subventionsgeber rückläufig", kritisierten die Vertreter des Dachverbandes. Heuer sollen die Salzburger Kulturstätten von Stadt und Land insgesamt 33.500 Euro an Förderung bekommen, im Jahr 2004 waren es immerhin noch 39.400 Euro.

Unzufrieden mit Kulturpolitik der Stadt

Kein gutes Zeugnis stellten die Salzburger Kultureinrichtungen der Stadt Salzburg aus. Nur vier von 18 Befragten zeigten sich mit der Kulturpolitik "zufrieden", neun waren "weniger" bis "gar nicht zufrieden". Als größte Defizite wurde die Bedeutung der Kultur, die geringen Finanzmittel und die kulturpolitische Schwerpunktsetzung genannt. Bessere Noten erhielt das Land: 36,6 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Kulturverwaltung "sehr zufrieden" oder "zufrieden", 33,3 Prozent waren "weniger" oder "nicht zufrieden". Was die politischen Parteien im Landtag betrifft, schnitten die Grünen mit dem Schul-Notendurchschnitt von 2,4 noch am Besten ab, gefolgt von der SPÖ mit 3,5 und der ÖVP mit 3,7. Gerade noch positiv war die FPÖ mit 4,8. (APA)


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