OÖN: Wie lang hat es gedauert, diese Sammlung aufzubauen?
Devillez: Die ersten Arbeiten wurden noch zu Magrittes Lebzeiten angekauft. In den 50er, 60er-Jahren acht Gemälde. Nach seinem Tod wurde es schwer, da der Preis der Arbeiten beträchtlich anstieg. Glücklicherweise vermachte uns Magrittes Witwe Georgette (=1986) einige bedeutende Gemälde, darunter „Der Brand“ – keine Land-, sondern eine „Baumschaft“.
OÖN: Was war der höchste Preis, den das Museum jemals für ein Werk Magrittes bezahlte?
Devillez: Rund 980.000 Euro für „Der heimliche Spieler“ im Jahr 1995.
OÖN: Was sind Ihre Lieblingsbilder?
Devillez: Beispielsweise „Verbotene Texte“, das Magritte für die führende weibliche Surrealistin Irène Hamoir malte und in dem er malerisch mit den Wörtern „Irène“ und „Sirène“ spielte. Das zwischen das klein geschriebene „s“ und „rène“ gestellte „i“ zeigt groß einen sogenannten Index-Finger, der im Französischen ein Verbot („auf dem Index stehen“) darstellt. Das Bild ist ein Tribut an Irene, und Magritte hatte sichtlich auch seinen Spaß beim Malen.