| MQ - Die Museumsmeile | |
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Der großflächige Komplex des Museumsquartiers ist auf dem Weg, zu einem der bedeutendsten Kulturbezirke der Welt zu werden.
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Im künftigen Kulturbezirk MQ mit dabei sind das Museum Moderner Kunst, das
Leopold-Museum, die Kunsthalle Wien und Veranstaltungshallen. Im Folgenden
eine Beschreibung der Gebäude: Museum Moderner Kunst Rechts im Haupthof der ehemaligen Hofstallungen, dem Das MMKSLW verfügt über zwei Unter- und drei Obergeschoße, die im
Inneren von einem durchgehenden, 41 Meter hohen Raum verbunden werden. Die
Eingangsebene liegt vier Meter über dem Hofniveau und wird von einer zehn
Meter breiten Freitreppe erschlossen, womit der Besucher höhenmäßig in der
Mitte des Gebäudes eintrifft und zwei Ausstellungsebenen über und zwei
unter sich hat. Ein weiteres Untergeschoß ist für Depots und Haustechnik vorbehalten.
Die hohe Halle erschließt auf der einen Seite fünf übereinander liegende,
ca. 700 Quadratmeter große und fünf Meter hohe stützenfreie
Ausstellungsebenen, die flexibel unterteilbar sind. Auf der anderen Seite
gibt es intime "Kabinette", je 3,50 Meter hoch und 250 Quadratmeter
groß. Verbindungen Die unterschiedlichen Ebenen werden durch Stege in der zentralen Halle
verbunden, wo auch die Personenliftgruppe sowie der Lastenlift frei
hineingestellt wurden. Insgesamt stehen 4.800 Quadratmeter
Ausstellungsfläche zur Verfügung. Der separat bespielbare Veranstaltungsbereich liegt unter der
Freitreppe. Das Café liegt im Zwischengeschoß am Übergang (Spange) zum
Altbau. Die Büros der Verwaltung wurden (wie auch im Leopold-Museum) im
Altbautrakt untergebracht. Die Anlieferung und Werkstätten des MMKSLW sind
im Ovaltrakt (hinter der ehemaligen Winterreithalle, wo auch die neue
Kunsthalle errichtet wurde) untergebracht und mit einem unterirdischen
Tunnel an den Neubau angeschlossen. Die Ausstellungshallen des MMKSLW werden durch ein flexibles
Kunstlichtsystem beleuchtet. Tageslicht bekommt der oberste
Ausstellungsraum über eine Aussparung in der gekrümmten Decke. Ausblicke
bieten schlitzartige Öffnungen sowie ein Panoramafenster im obersten
Geschoß. Das Leopold-Museum Mit seiner Fassade aus weißem Muschelkalk ist das Leopold-Museum ein
heller Kubus, der ein wenig schräg im Haupthof der ehemaligen
Hofstallungen steht, weil er auf die Achse der gegenüber liegenden
Hofmuseen ausgerichtet wurde. Der Zugang zum Leopold-Museum (LM), 3,4
Meter über dem Hofniveau, wird über eine Freitreppe erschlossen, die am
Museum vorbei den Durchgang in den 7. Wiener Gemeindebezirk
ermöglicht.
Zentraler Raum des Gebäudes ist das völlig mit weißem Stein
ausgekleidete lichtdurchflutete Atrium mit einer Höhe von rund 21 Meter,
um das sämtliche Räume windflügelartig kreisen. Deren Höhe variiert, je
nachdem ob sie sich über ein oder zwei Geschoße erstrecken, zwischen 4,60,
7,60 und 10,2 Meter. Ergebnis der Proteste Unter dem "hohen Atrium" liegt ein weiteres "Atrium" das sich über die
Untergeschoße des Museums erstreckt. Denn nach den langen Diskussionen um
eine Redimensionierung der Gebäude, die nach Protesten optisch nicht über
die Hofstallungen hinausragen durften, ist das LM sozusagen in die Erde
gedrückt worden, mit einem "unterirdischen Museum" mit zwei
Ausstellungsgeschoßen und einem Depotgeschoß, und einem darüber liegenden
Museum mit jeweils eigenem Atrium. Das Museumscafe im Obergeschoß ist auch
separat von außen (über den Treppenweg zum 7. Bezirk) und über eine eigene
Terrasse erreichbar. Am Leopold-Museum fallen, zusätzlich zu den schmalen Fensterbändern,
große Fenster in den Fassaden auf. Die wie zufällig eingesetzten Fenster
wurden, wie es heißt, auf Verlangen von Direktor Rudolf Leopold
eingeplant, der damit aber auch für in der heutigen Museumsszene geradezu
exotische Besonderheiten gesorgt hat: Richtige Fenster, die nicht nur mehr
Tageslicht, sondern Ausblicke bieten und damit auch die Möglichkeit, sich
zu orientieren. Die Sammlung Insgesamt stehen 5.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Die Sammlung Leopold besteht aus 5.266 inventarisierten Werken mit einem
Gesamtschätzwert von 7,9 Milliarden Schilling. Sie wurden 1994 von Rudolf
und Elisabeth Leopold mit Unterstützung der Republik Österreich und der
Österreichischen Nationalbank in eine Privatstiftung eingebracht. Seit 1995 wurden von der Stiftung immer wieder erfolgreiche
Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. 13 Ausstellungen der
Sammlung Leopold wurden von insgesamt 1,2 Millionen Besuchern gesehen. Die
Ausstellungskataloge erzielten eine Auflagenhöhe von 123.000 Stück.
Daneben wurden weltweit Hunderte Kunstwerke aus der Sammlung an über 60
Leihnehmer temporär für internationale Ausstellungen verliehen. Kunsthalle + Veranstaltungshallen Die neue Kunsthalle Wien liegt anstelle einer abgerissenen
Messehalle aus der Nachkriegszeit hinter der Winterreithalle - der
nunmehrigen Halle E+G, die als Veranstaltungshalle u.a. von den Wiener
Festwochen genutzt werden wird. Die Kunsthalle zeigt sich von außen als
liegender Kantblock, mit einem Grundriss von 22 mal 47 Meter. Fassade und
Dach sind gleichermaßen mit einem roten Sichtziegelmauerwerk
überzogen. Im Erdgeschoß liegt eine kleinere, ca. 500 Quadratmeter große Halle, im
Obergeschoß die große korbbogenüberwölbte Halle mit rund 1.000
Quadratmeter. Multimediaraum, Künstlergarderoben, Depots und Haustechnik
sind im Untergeschoß untergebracht. Tageslicht ist für die
Ausstellungshallen nicht vorgesehen, sie verfügen über ein flexibles
Kunstlichtsystem. Schnittstelle Kunst- und Veranstaltungshalle haben ein gemeinsames Foyer. Dieses
liegt unter der Tribüne, die in die Winterreithalle eingebaut wurde. Von
hier gelangt man auch zu den Zugängen zur Tribüne, zu den Abgängen in die
darunterliegende Halle G, den Garderoben und Sanitärräumen. Von der
ehemaligen Kaiserloge der Reithalle kann man nun nicht mehr in diese,
sondern ins Foyer blicken. Die Kaiserloge wird künftig als Café
genutzt. Die Veranstaltungshalle E in der ehemaligen Reithalle kann bis zu 1.000
Besucher aufnehmen, die darunter liegende neu erbaute Halle G ca. 350
Besucher. Die gemeinsamen Einrichtungen für Kunst- und Veranstaltungshalle
sollen Synergien für alle drei Spielorte bringen. Es ist auch möglich, den
Ausstellungsbereich der Kunsthalle um die Veranstaltungshalle zu
erweitern. Daten zum Baukomplex 1716: Kaiser Karl VI. beauftragt Johann Bernhard Fischer von 1725: Fertigstellung der Hauptfront durch Fischer von Erlachs Sohn
Johann Emanuel. Ab 1850: Umgestaltung und Erweiterung der Hofstallungen, Errichtung
u.a. der Winterreithalle durch Leopold Mayer. Ab 1921: Nutzung als Messe- und Ausstellungsareal, Errichtung größerer
Zu- und Umbauten ("Messepalast"). 1977: Beginn der Überlegungen, das Areal künftig für die Bundesmuseen
zu nutzen. 1985: Erstmalige Bespielung des Areals durch die Wiener Festwochen. 1986: Ausschreibung eines Wettbewerbs zur musealen Nutzung. 1990: Die Architekten Laurids und Manfred Ortner gewinnen
den Ab 1990: Ständige Umplanungen und Veränderungen des ursprünglichen
Siegerprojekts. 1993: Die Gemeinde Wien entschließt sich zu Errichtung und Betrieb
einer Kunst- und Veranstaltungshalle im Areal. 1994: Der Bund erwirbt die Sammlung Leopold, die im Museumsquartier
ihre Heimstatt finden soll. 1995: Absiedlung der Wiener Messen, Architekt Manfred Wehdorn,
Spezialist für Renovierungen, wird beigezogen, der geplante Leseturm fällt
nach heftigen Diskussionen und einer Kampagne der Kronenzeitung. Ab 1995: Verschiedene kleine Initiativen und Institutionen
sorgen 1997: Erteilung eines positiven Denkmalschutzbescheids und
der April 1998: Baubeginn Oktober 1999: Dachgleiche der Neubauten (Leopold Museum, Museum
Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien sowie Kunst-
und Dezember 2000: Ein Konzept für das "Quartier 21" wird
von Jänner 2001: Die Neubauten im Museumsquartier werden von
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