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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
25. März 2008
13:52 MEZ
Link: www.karikaturmuseum.at  
Foto: Karikaturmuseum Krems / Gustav Peichl
Karikaturmuseum Krems, Architekturskizze, 2000

Peichl-Geburtstagsschau in Krems
Karikaturmuseum zeigt bis Spätsommer "Ironimus. Ohne Leichtsinn geht es nicht!"

Krems - Anlässlich des 80. Geburtstags des Architekten und Karikaturisten Gustav Peichl alias Ironimus zeigt das Karikaturmuseum Krems eine umfassende Bestandsaufnahme seines zeichnerischen Schaffens in der von Monika Knofler kuratierten Ausstellung "Ironimus. Ohne Leichtsinn geht es nicht!".

Das Karikaturmuseum, der einzige von Peichl realisierte Museumsbau in Österreich, präsentiert rund 200 Karikaturen, Skizzen, Fotografien, originale Zeitungsausschnitte und Lithografien. Für die Jubiläumsschau hat Peichl auch erstmals sein Privatarchiv geöffnet und gewährt Einblick in bisher unveröffentlichte Zeichnungen und Dokumente aus der Jugendzeit. Eine Rekonstruktion des ersten Fernsehstudios des Österreichischen Rundfunks aus dem Jahr 1955 erinnert auch an die frühe TV-Tätigkeit des populären Karikaturisten, etwa an die legendären Silvestersendungen. Somit entsteht zugleich ein amüsanter, auch nostalgischer Rückblick auf das politische und künstlerische Geschehen in Österreich seit 1945.

Michael Birkmeyer, Intendant des Festspielhauses St. Pölten, hielt bei der Eröffnung am Samstag die Laudatio auf den "Michelangelo der Karikatur": "Mit wenigen Strichen Wesentliches aussagen und damit noch zum Lachen bringen, ist das Schwerste", so Birkmeyer. Auch Museumsleiterin Jutta Pichler hob die Verbindung von Eleganz und Ironie als Ironimus-Markenzeichen hervor.

Gustav Peichl wurde am 18. März 1928 geboren, studierte in Wien bei Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste, wo er später selbst unterrichtete und von 1987-89 als Rektor amtierte. Mit dem Bau der ORF-Landesstudios gelang Peichl der internationale Durchbruch als Architekt. Unter dem Pseudonym "Ironimus" zählt er zu den wichtigsten politischen Karikaturisten Europas, seine Zeichnungen erscheinen u.a. in der "Presse" und der "Süddeutschen Zeitung". (APA)


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