Kulturministerin Claudia Schmied ist für eine rasche Räumung der Sammlungs-Depots der Albertina. "Die Total-Evakuierung der Sammlung unter höchsten Sicherheitsstandards und bestmöglichen konservatorischen Bedingungen ist das Wichtigste. Direktor Schröder und sein Team haben hier die volle Unterstützung des Kulturministeriums", so die Ministerin am Freitagvormittag in einer Aussendung.
Zuvor hatte sich Schmied von Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder und dem Vorsitzenden des Kuratoriums, Christian Konrad, in einem Gespräch über den Status quo und das weitere Vorgehen der Albertina nach den Wassereinbrüchen informieren lassen. Die rasche Wiederinstandsetzung und die Rückkehr der Sammlung in die Albertina sei das vorrangige Ziel.
"Die Albertina ist Mieter des Depots. Bauherr, Eigentümer und Vermieter ist die Burghauptmannschaft. Alle Fragen der Sanierung und der Ursachen-Forschung liegen daher bei der Burghauptmannschaft", heißt es in der Aussendung. Aus diesem Grund fänden am Dienstag Gespräche zwischen Vertretern der Burghauptmannschaft, der Albertina, des Wirtschaftsministeriums, des Kulturministeriums sowie Bauexperten statt. Sie stehe mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in ständigem Kontakt, so Schmied: "Ein gemeinsames Vorgehen ist in dieser Situation besonders wichtig."
600 Liter Wasser in Depot
Am vergangenen Dienstag war erneut Wasser in ein Depot der Albertina eingetreten. Die Stelle liegt zwar rund 70 Meter von den Lecks in der Decke des Tiefenspeichers entfernt, ist aber nur durch eine dünne Wand von dem Ersatz-Depot, in das die Kunstwerke ausgelagert wurden, entfernt.
Artikel drucken