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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
23.07.2002 20:05 MEZ
"Kontext:Krieg" unter einem Logo
"Kunst gegen Gewalt" des Staatssekretariats: Einige Wiener Galerien machen ab 1. August mit, einige wichtige bewußt nicht

Von Thomas Trenkler

Wien - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst gegen Gewalt" konzipierte Rainer Metzger, beauftragt von Kunststaatssekretär Franz Morak, unter anderem die Ausstellung "Kontext:Krieg": Er lud einige Wiener Galerien ein, während der Sommerpause künstlerische Statements zum Thema unter einem gemeinsamen Logo zu präsentieren. Den Galerien wurde freie Hand in der Auswahl der Künstler und der Art der Darstellung gelassen.

Einige wichtige Galerien nehmen aber bewußt nicht teil, weil sie Vorbehalte gegen das Projekt selbst und/oder die Art der Durchführung haben. Im Gegensatz zu Metzger, der für seine Kuratorentätigkeit von Morak entlohnt wird, soll den Galerien ihr Aufwand in der Regel nicht vergütet werden: Nur einige wenige Teilnehmer erhalten von Metzger beziehungsweise Morak eine Subvention.

An der Aktion - sie läuft von 1. bis 31. August - beteiligen sich unter anderem nicht: die drei Galerien der Eschenbachgasse (Meyer Kainer, Krobath Wimmer und Raum aktueller Kunst) und zwei Galerien der Schleifmühlgasse (Georg Kargl und Kertin Engholm).

Das Plakat zur Ausstellung, zum Teil finanziert von Metzger beziehungsweise Morak, entwarfen Julius Deutschbauer und Gerhard Spring (siehe unten).

Ein anderes Projekt des Kunststaatssekretariats - die Ausstellung "Skulptur 1 - Entwürfe und Objekte aus dem Bestand der Artothek des Bundes" - wurde unlängst, wenige Tage vor der geplanten Vernissage, abgesagt. Und zwar, so das offizielle Schreiben, "aus technischen Gründen". Laut Klaus Wölfer, dem Kunstsektionsleiter, sei die Ausstellung zu kurzfristig anberaumt worden. Dies wird von Mitarbeitern aber in Abrede gestellt: Die Ausstellung wurde als erster Teil einer Serie geplant. Die Frage, ob die Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt zu sehen sein wird, und wenn ja, ob sie von Kunststaatssekretär Franz Morak eröffnet werden wird, konnte Wölfer nicht beantworten. Laut Einladungskarte war der Kundstsektionsleiter als Eröffnungsredner vorgesehen gewesen.
(DER STANDARD, 23.7.2002, ungedr.)


Plakat zur Ausstellung "Kunst gegen Gewalt", entworfen von Julius Deutschbauer und Gerhard Spring


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