

vergrößern 800x548Froh zu sein bedarf es wenig: Gerhard Haderers "Die fröhlichen Priester" (2010) im Linzer Lentos.

Linz - Eines der Formate aus dem Kulturhauptstadtjahr, das sich in Linz festsetzen konnte, ist das von Gottfried Gusenbauer initiierte Nextcomic-Festival. Zum nunmehr dritten Mal geht es über die Bühne zahlreicher oberösterreichischer Kunstinstitutionen, mit denen man inhaltlich kooperiert.
Im Linzer OK bietet man Paper Toys, die Wettbewerbsausstellung Bon Voyage und eine Comic-Börse auf. Zudem begehen die "freundinnen der kunst" den 60. Geburtstag von Marvels Superhelden Fantastic Four mit eigenen Interventionen. Das Moviemento steuert einen Lucky Luke -Animationsfilm aus dem Jahr 1971 bei, und im Theater Phönix ist Manuele Fiors Comic-Adaption von Fräulein Else (nach Arthur Schnitzler) zu sehen.
Im Ars-Electronica-Center stellt man den Konnex zwischen Videospiel und Comic her und präsentiert heimische Online-Comics. Die analoge Form ist im Kunstverein Maerz zu sehen sowie auch im Lentos, wo man mit einer Gerhard-Haderer-Schau zum Festival beiträgt.
Auch Wissenschaft darf bei Nextcomic sein. Im OK zeigt man die Forschungsergebnisse zur Zukunft des Comics und lädt am kommenden Samstag zu einer Reihe von Lectures. Unter anderem wird Markus Oppolzer den großartigen Asterios Polyp von David Mazzucchelli vorstellen, Matthias Schneider spricht über die Comicszene in Algerien, Thomas Ballhausen umreißt die österreichische Comicgeschichte.
Bereits angelaufen sind zwei Ausstellungen in Wels und Gmunden, Baby's in Black von Arne Bellstorf im Medienkulturhaus und Jens Harders illustrierte Evolutionsgeschichte Alpha.Directions im K-Hof. Lucie Lomová aus Prag und das Wiener Comicteam Frank zeigen ihre Arbeiten bis 1. April im Atelierhaus Salzamt. (Wolfgang Schmutz/ DER STANDARD, Printausgabe, 4.3.2011)
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