» Hilfe» Zeitung» Anzeigenaufgabe » Newsletter » Abo
 
 
Nachrichten
Sport
Lifestyle
Video
Meinung
meinSalzburg
Motor
Immo
Karriere
Gastrojobs
Marktplatz
  • Map
  • Vollansicht
Kartendaten ©2011 - Nutzungsbedingungen
Karte
Satellit
  • Artikel

Volle Kraft im leerenRaum

Alberto Giacometti. Im Salzburger Museum der Moderne sind die Skulpturen und Gemälde des Künstlers in einer eindrucksvollen Retrospektive zu sehen.

CLEMENS PANAGL SALZBURG (SN). Nicht jeder, der sich selbst auf einen Sockel stellen will, darf sich deshalb gleich wie ein Kunstwerk fühlen. Wer im Salzburger Museum der Moderne einem der weißen, verführerisch flachen und einladend geräumigen Podeste zu nahe kommt, wird schnell wieder auf seinen Platz als Betrachter verwiesen: Ein eindringlicher Alarmton hört erst dann wieder auf, wenn der Sicherheitsabstand zu den Skulpturen von Alberto Giacometti wiederhergestellt ist. Immerhin gilt eine Bronzefigur des Schweizer Künstlers (1901–1966) seit einer Auktion im Vorjahr, bei der sie einen Preis von 74 Millionen Euro erzielt hat, als teuerste Skulptur der Welt.

In Salzburg sind Giacomettis Bronzen dank Alarmsystem ohne schützende Glasvitrinen aufgestellt und können also barrierefrei ihre überwältigende Wirkung im Raum entfalten.

Sockel, Betrachter und Raum: Das sind, wie Museumsdirektor Toni Stooss beim Presserundgang am Freitag erläuterte, auch drei zentrale Themen im Werk von Alberto Giacometti. „Der Ursprung des Raumes“ heißt die Ausstellung, die sich auf das Spätwerk des Künstlers aus den Jahren 1945 bis zu seinem Tod 1966 konzentriert. Die Positionierung der Skulpturen – in jedem Raum eröffnet sich der Blick auf die Bronzen in den dahinter liegenden Räumen – verstärkt ihre Ausstrahlung noch weiter.

„Nie war die Materie weniger ewig, zerbrechlicher, menschlicher“, hat Jean-Paul Sartre über die Figuren seines Freundes Giacometti geschrieben. Aus dem Betrachten von Menschen aus der Nähe und der Distanz und aus dem Infragestellen der Wahrnehmung nahmen Giacomettis Figuren allmählich ihre typische Gestalt an. Manche der schmalen, unwirklich hohen Wesen wirken so filigran, dass sie scheinbar nur von ihren massiven Bronzesockeln auf dem Boden gehalten werden. Die Gestaltung dieser Sockel, die manchmal einen dominanten Anteil an einer Skulptur beanspruchen, manchmal Teil der Figur werden, haben Giacometti ebenso intensiv beschäftigt wie die Rolle des Betrachters und der Raum, den der Künstler für unwirklich erklärte: „Der Raum existiert nicht, man muss ihn schaffen (. . .) es gibt nur die Illusion des Raumes“, heißt es in einem der vielen Giacometti-Zitate an den Wänden.

Die stehende Frau, der schreitende Mann, der menschliche Kopf: Die drei Sujets, mit denen sich Giacometti „bis zu seinem Lebensende auseinandersetzte“ (Stooss), warten schon im Eingangsbereich, und zwar in Gestalt von Entwürfen zu einem nie verwirklichten Projekt der New Yorker Chase Manhattan Bank. In den Räumen der Ausstellung tauchen sie immer wieder auf, der „Schreitende“, der „Taumelnde Mann“, dessen Bewegung schon aus der Distanz in den Bann zieht, oder die säulenhaften „Vier Frauen auf Sockel“, deren Vorbilder Giacometti angeblich in einem Bordell erspäht hat, oder die Büsten, für die Giacomettis Bruder Diego das Modell war. Die Ölporträts an den Wänden zeigen hingegen, wie Giacometti auch in der Malerei immer wieder die gleichen Themen erweitert und vertieft hat: „Das Abenteuer“, schrieb der Künstler 1962, „das große Abenteuer besteht darin, in ein und demselben Gesicht jeden Tag wieder etwas Unbekanntes hervortreten zu sehen, das ist großartiger als alle Reisen um die Welt“.

Kultur / 26.03.2011 26.03.2011 / Print

 
  • Salzburg
  • Stadt Salzburg
  • Flachgau
  • Tennengau
  • Pongau
  • Pinzgau
  • Lungau
  • Wirtschaftsraum Salzburg
  • Nachrichten
  • Innenpolitik
  • Weltpolitik
  • Wirtschaft
  • Chronik
  • Kultur
  • Motor
  • 7 mal 24
  • Zeitung
  • Sport
  • Eishockey
  • T-Mobile-Liga
  • Fußall
  • Formel1
  • Motorsport
  • Tennis
  • US-Sports
  • Wintersport
  • Lifestyle
  • Leute
  • Gewinnspiele
  • Gesüleben
  • Kino
  • Reisen
  • Veranstaltungen
  • Horoskop
  • Sudoku
  • Video
  • SN aktuell
  • imBild
  • Audio
  • Meinung
  • SN Kommentare
  • Blogs
  • SN Debatte
  • Leserbriefe
  • MeinJung
  • Wizany
  • Lichtblicke
  • meinSalzburg
  • Mitglieder
  • Interessen
  • Fotoblogs
  • Salzburgwiki
  • Marktplatz
  • Karriere
  • Immobilien
  • Motor
  • Gastrojobs
  • Marktplatz
  • Partnerbörse
  • Gutscheine
  • Preisvergleich
  • SN-Service
  • Archiv
  • Abo
  • Anzeigenpreise
  • Online Werbung
  • Mediadaten
  • SN Saal
  • Wir über uns
  • Team
  • Salzburger Woche
  • Anzeigenpreise
  • Kontakt
  • Salzburger Fenster
  • Anzeigenpreise
  • Kontakt
  • Versionen
  • Mobil
  • iPhone
  • RSS Feed
  • SN auf Facebook
  • SN auf Twitter
Kontakt | Newsletter | Impressum | AGB | Hilfe
© 1997-2009 Salzburger Nachrichten Verlags GesmbH&CoKG
realisiert von conova communications