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Spurensuche am Menschen

Bregenzer Galerie Ardizon überrascht mit dem Kärntner Valentin Oman.

Bregenz (VN-ag) Zentrales Thema im künstlerischen Schaffen von Valentin Oman ist der Mensch. Geboren 1935 in St.Stefan/Kärnten, zählt er quasi zum Urgestein in der österreichischen Malerei. In Vorarlberg war der in Wien und Kärnten lebende Künstler hingegen kaum vertreten.

Diese Lücke schließt zumindest teilweise eine Ausstellung in der Bregenzer Galerie Ardizon, die aktuelle Mischtechniken auf Leinwand und auf Papier präsentiert. Die augenscheinlichste Veränderung im neueren Werk betrifft die Farben. An die Stelle von ruhigen, erdigen Tönen sind nun Rot und Blau, die kräftige Akzente in den Bildern setzen, getreten. Die fragmentarischen Formen der Menschenbilder, die als Torsi, Köpfe oder säulenhafte Figuren wiedergegeben sind, korrespondieren mit den erodierten Bildoberflächen, aus denen die Körper schemenhaft heraustreten oder auch in sie hinein versinken.

Die Figur als Spur

Der vielschichtige Bildaufbau, der immer neuen Überarbeitungen unterzogen wird, und bruchstückhafte Zeichen thematisieren den Prozess des Werdens und Vergehens. Aus und mit der Zeit wird der Mensch als körperliches und geistiges Wesen im Kontinuum zwischen Vergangenheit bzw. Vergänglichkeit und Zukunft dargestellt.

Oman vertieft sich in seiner Malerei und seinen Menschenbildern in eine Spurensuche, eindringlich und verdichtet. Titel wie "Fossil" bestätigen dies, wenn die Figur quasi als Abdruck oder als Spur des menschlichen Daseins zurückbleibt. In den schmalen, hochrechteckigen Formaten, stelenhaft zu Gruppen kombiniert, erinnern die anonymen Körper aber auch an einen Totentanz. Immer jedoch erfährt der Mensch etwas über sich selbst.

Die Ausstellung ist in der Galerie Ardizon (Bregenz, Thalbach) bis 27. Jänner, geöffnet Dienstag bis Freitag, 10 bis12 und 16 bis 20, Samstag, 10 bis 12 Uhr.

Arbeit von Valentin Oman. (Foto: A. Grabher)




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