19.10.2001 12:27:00 MEZ
Vorbereitungen auf die "kunst wien"
Messe für zeitgenössische Kunst von 25. bis 28. Oktober im MAK

Wien - Zum 7. Mal ist die MAK-Ausstellunghalle vom 25. bis 28. Oktober Schauplatz der "kunst wien", der Messe für zeitgenössische Kunst, die sich zu einem Fixpunkt der österreichischen Galerienszene entwickelt hat. 57 österreichische Galerien präsentieren sich auf der "kunst wien 2001", deren Angebot von einer Jury des Galerienverband geprüft wurde.

Hintergrund

Der Anteil der Ankäufe von zeitgenössischer Kunst in Galerien ist im stetigen Steigen begriffen und auch auf der "kunst wien" kann ein Wandel der Käuferschicht für zeitgenössische Kunst festgestellt werden. So manche "Ersttäter", die auf früheren Messen ihre ersten Kunstankäufe getätigt haben, haben den Grundstock für zukünftige Sammlungen gelegt und sind schon über die Einsteigerangebote für schmalere Börsen hinausgewachsen.

Dass die "kunst wien" sich ausschließlich auf österreichische Galerien beschränkt hat, die allerdings ein internationales Angebot zeigen, hat innerhalb der heimischen Galerielandschaft auch einige Kritik eingebracht und auch Gegeninitiativen provoziert. So fand im Frühjahr dieses Jahres die "art-vienna" im Technischen Museum Wien statt. Die Ausrichtung einer Kunstmesse mit internationaler Beteiligung ist auch ein Ziel der neugegründeten "IG Galerien".

Ausgefüllt

Die Platzkapazität in der MAK-Ausstellungshalle lässt allerdings keine Erweiterungen zu und so hat man im Galerienverband und beim Veranstalter (Präsenta GesmbH) aus der Not die Tugend der Qualitätskontrolle gemacht. Beiratsmitglieder sind Ursula Krinzinger, Rosemarie Schwarzwälder, Ernst Hilger, Georg Kargl und Manfred M. Lang, die alle mit ihren Galerien auch auf der "kunst wien" vertreten sind. Namhafte Beteiligungen aus den Bundesländern sind die Galerie Academiea, Thaddaeus Ropac und Altnöder aus Salzburg, Eugen Lendl und Art Trend Budja aus Graz, Thoman aus Innsbruck oder Zeitkunst aus Kitzbühel.

Am 25. Oktober haben Schüler- und Studentengruppen freien Eintritt zur Kunstmesse, an diesem "happy Thursday" sind auch Familien eingeladen, zum Preis eines Normaltickets die "kunst wien" in familienstärke zu besuchen. Am Freitag (Nationalfeiertag) wird Gelegenheit zum "Second View" offeriert: ab 17 Uhr wird mit einer Eintrittskarte des Vortages Besuchern freier Eintritt gewährt.

Während der gesamten Messedauer gibt es jede halbe Stunde einen Shuttle-Service vom MAK zum MuseumsQuartier und zurück. (APA)


Quelle: © derStandard.at