Am Dienstagnachmittag wurden in Gugging "25 Jahre Haus der Künstler" gefeiert. Was vor Jahrzehnten in der Gemeinde Maria Gugging bei Klosterneuburg als Kunst-Psychotherapie für Patienten begann, führte zu Weltruhm im Bereich Art-Brut-Kunst. Zum Jubiläum gratulierte auch Erwin Pröll. Der niederösterreichische Landeshauptmann zollte den großen Leistungen der Künstler Respekt und Bewunderung und würdigte das Engagement und die "Hartnäckigkeit" ihres künstlerischen Leiters Johann Feilacher. Das Land Niederösterreich will weiterhin die Institution als Partner unterstützen, da Gugging eine Heimstätte der Inspiration und des Ideenreichtums ist, in der sich Kunst, Innovation und Kreativität mit dem IST (Institute of Science and Technology) Austria verbinden.
Der Psychiater Leo Navratil hatte die Patienten der Landesnervenklinik seinerzeit zu therapeutischen Zwecken zeichnen und malen lassen. Im Zuge des Experiments entdeckte er ihre Talente, die in weiterer Folge gefördert wurden, erzählte sein Nachfolger Johann Feilacher. Ab 1970 wurden die Werke dann öffentlich präsentiert. Vor 30 Jahren wurde ein "Zentrum für Kunst-Psychotherapie", als Wohngemeinschaft für Künstler, geschaffen. Das Zentrum wurde am 21. Juni 1986 umgewandelt, und wird seitdem als "Haus der Künstler" bezeichnet.
Bis 4. März 2012 können die Werke in der Ausstellung "guggging! 25 Jahre" in Maria Gugging bewundert werden.
Artikel drucken