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Belvedere zittert um
zwei weitere Bilder
Der Rechtsstreit um die Klimt-Bilder bewies, dass Entscheidungen des Kunstrückgabebeirats keine endgültigen sein müssen. Und so schöpft auch Gustav Mahler-Enkelin Marina Mahler wieder Hoffnung, dass ihr 1999 abgelehntes Ersuchen um Rückgabe der ebenfalls in der Österreichischen Galerie Belvedere befindlichen "Sommernacht am Strand" (Munch) einer neuen Bewertung unterzogen wird. Sonst werde sie in die nächste Instanz gehen.

Nicht der einzige Restitutionswirbel, der die Österr. Galerie betrifft: Das Schiedsgericht verhandelte gestern in Wien die Rückgabe des Klimt-Werkes "Amalie Zuckerkandl". Eine doppelte Aufgabe, da neben den Bloch-Bauer-Erben auch die Erbengruppe Müller-Hofmann Anspruch auf das Werk erhebt.

Das Schiedsgericht steht nun vor der schwierigen Aufgabe, gleichzeitig zu klären, ob ein Restitutionsfall vorliegt, und an wen das Bild dann zurück zu geben ist. Ursprünglich besaß Amalie Zuckerkandl das Porträt, das Klimt kurz vor seinem Tod 1918 begonnen und nicht mehr fertig gestellt hatte.

Das Bild ging jedoch in seiner bewegten Geschichte "mehrfach zwischen den eng befreundeten Familien hin und her", da sich Amalie nach ihrer Scheidung in Geldnöten befand, es an Bloch-Bauer verkaufte, der es ihr aus dem Exil aber wieder retour geschenkt haben soll. (irju)

Klimts "Amalie", Munchs "Sommernacht"

Fotos: APA

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OÖnachrichten vom 01.03.2006
 
   



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