Nur einer kann Gewinnen

17 Bewerber wollten Nachfolger von Boris Groys als Rektor der Akademie der bildenden Künste in Wien werden. Stephan Schmidt-Wulffen machte das Rennen.


Die Freude war groß. Das Medienecho ebenso. Boris Groys sollte neuer Rektor der Akademie der bildenden Künste werden. Das war im November 2000. Nach kaum einem Jahr im Amt musste er im November seinen Rücktritt erklären, nachdem er für seine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe keine Karenzierung erhielt und dieser Job mit dem Rektorat unvereinbar war.

Akademie der bildenden Künste Wien
Akademie der bildenden Künste Wien

17 Kandidaten

Um seine Nachfolge haben sich so illustre Personen, wie Rainer Bischof, Leiter der Wiener Symphoniker - Verena Formanek, Kuratorin und stellvertretende künstlerische Leiterin der Fondation Beyeler Basel, Martin Fritz, Generalkoordinator der Manifesta 4, oder Christine Frisinghelli, ehemalige Intendantin des steirischen herbstes und Chefredakteurin von Camera Austria beworben.

Weder sie noch der Kommunikationsberater Paul Jenewein, der Kunstreferent der Gemeinde Wien, Wolfgang Hilger oder der Managementtrainer Jürgen Polke kamen in den Dreiervorschlag.

Auch Karin Kneissl, ehemalige Kulturreferentin an der Österreichischen Botschaft in Madrid, der Graphiker und Kunstmanager Rainer Viktorin, sowie der Musiker und Jurist Stefan Schön blieben unberücksichtigt. Wieder. Alle drei hatten sich schon um die Nachfolge von Carl Pruscha als Akademie-RektorInnen beworben, waren aber Boris Groys unterlegen.

Endausscheidung

Den Sprung aufs Stockerl schafften letztlich Michael Herbst, Veit Loers und eben Stephan Schmidt-Wulffen. Sie wurden vom Universitätskollegium nach geheimer Abstimmung als potenzielle Nachfolger von Boris Groys aus ursprünglich 17 Bewerbungen ausgewählt.

Herbst ist der derzeitige Vizerektor für Budget und amtsführender Rektor der Akademie. Loers führt das Museum Abteiberg Mönchengladbach als Direktor. Wenigstens in seinem Fall wird das so bleiben.

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