
Wien - Ende 2008 lief Wilfried Seipels Vertrag als Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums aus. Um ihm den Gang in die Pension schmackhaft zu machen, beauftragte Kulturministerin Claudia Schmied ihn mit zwei Studien. Für die eine - "Strategische Ansätze zur Weiterentwicklung der Bundesmuseen" - wurden 60.000 Euro als Honorar vereinbart, für die andere - "Vergleich nationaler und internationaler Kulturvermittlungsarbeit an renommierten Kulturinstitutionen" - 40.000 Euro.
Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, sprach damals von einer "Lachnummer". Sie erheitert ihn auch heute noch. Denn Seipel lieferte die Studien nicht, wie ausgemacht, Ende 2009 ab. Dies gab Schmied in der Beantwortung einer Anfrage bekannt, die Zinggl eingebracht hatte. Seipel hätte bisher bloß ein "Zwischenergebnis" zur Strategie-Studie vorgelegt, die Abgabefrist wurde auf Ende April erstreckt.
Die zweite Studie wird Seipel nicht verfassen. Er erhält daher auch "nur" die 60.000 Euro für die Strategie-Studie. Im Ministerium freut man sich über die "Kostenersparnis" - die aber keine sein wird: Schmied hatte die Beauftragung Seipels damit begründet, dass die Studien in jedem Fall in Auftrag gegeben worden wären. Wer die Studie nun schreiben wird, ist nicht bekannt. (trenk / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.2.2010)
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also:
einerseits freut sich die schmied über die kostenersparnis,
andererseits wären die studien ja ohnehin in auftrag gegeben worden.
also ists gar keine kostenersparnis, denn die zweite studie muß ja doch gemacht werden...
ich kann der schmied eine echte kostenersparnis ermöglichen: ich
mach die zweite studie. um 35.000,- euro. dann erspart sie sich real
5.000,- euro.
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