FP-Politiker: Kritik an Kulturinstitut
New York - Finanzminister Karl-Heinz
Grasser (F) hat bei seinem Besuch des österreichischen Kulturforums in New
York eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung scharfe Kritik am
Architekten des Gebäudes, Raimund Abraham, geübt. Die Niederlegung der
österreichischen Staatsbürgerschaft sei eine "äußerst intolerante
Position", und: "Man wechselt seine Staatsbürgerschaft nicht so einfach
wie ein Hemd", kritisierte Grasser.
Der Architekt habe auch die Kostensteigerungen
des Projekts mitzuverantworten, Die Baukosten des Kulturforums seien von
ursprünglich projektierten zehn Millionen Dollar im Jahr 1992 nun auf 30
Millionen Dollar (33,8 Mill. Euro) angewachsen. "Das ist für mich nicht
nachvollziehbar", so Grasser.
Schon vorher hatte FP-Generalsekretär Peter
Sichrov-sky das Kulturinstitut in einer Aussendung als "eine der größten
Geldvernichtungsmaschinen in der Geschichte der österreichischen,
staatlich organisierten Kulturpolitik" bezeichnet. "In einer Kombination
von Größenwahn und Inkompetenz wurde hier eine architektonische Lösung
gefunden, die die Bedürfnisse und Interessen eines Kulturzentrums
ignoriert." (APA)