
Die von Andrea Domesle und Martin Krenn kuratierte Ausstellung "Zur Tektonik der Geschichte" fragt danach, wo und wie sich der geschichtliche Einfluss noch heute greifen lässt, und versucht, die geschichtlichen Spuren der 1930er- und 1940er-Jahre in der Gegenwart darzulegen und den Umgang mit der NS-Zeit in Österreich zu reflektieren.
Mit Arbeiten von international renommierten Künstlern wie Hans Haacke, Gustav Metzger oder Peter Weibel, aber auch anderen, z. T. jüngeren Künstlerinnen und Künstlern wie Klub Zwei, Anna Kowalska, Pia Lanzinger, Lisl Ponger, Tim Sharp, Arye Wachsmuth, u. v. a. will sie zeigen, inwieweit es den Medien Fotografie bzw. Film heute möglich ist, zwischen Konstruktion und Abbild zu einer Wirklichkeitsfindung von Geschichte beizutragen und andere, noch nicht gesellschaftskonforme, weil brüchigere Geschichtsbilder zu formulieren. (cb/DER STANDARD, Printausgabe, 20.12.2005)