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03.06.2002 - Ausstellung
AUSGESTELLT IN WIEN von FLORIAN STEININGER


Galerie Winter. Nancy Haynes, derzeit in Brooklyn künstlerisch tätig, setzt ihr abstrakt malerisches Bildkonzept fort, mit dem sie schon Ende der sechziger Jahre begonnen hat. Ihre aktuellen Gemälde sind alles andere als in ihrer formalen und stilistischen Struktur beschränkte Ergebnisse. Mit unheimlicher Frische belebt sie das von Gegenständlichkeit und Narration befreite Bild aufs neue. Farbschichten werden in monochromer Anlage über die Fläche gestrichen, wobei in subtiler Weise Orange durch die gräuliche oberste Schichte durchbricht, das Werk zum pulsieren bringt.

Überraschend sind neue Arbeiten, die in nuancierter Farbabstufung von hellen zu dunklen Werten eine räumlich illusionistische Note erhalten. Ihre Wahlverwandtschaft zu Videostills läßt sie im Unterschied zu den minimalistischen Malereien schicker und ein wenig zugänglicher erscheinen. (VII., Breite Gasse 17; bis 29. Juni)

Galerie Feichtner & Mizrahi. Zum letzten Mal vor der Übersiedlung in die Seilerstätte 19 im September präsentiert das Galeristenduo Schwerpunkte aus ihrem Programm. Walter Weers Verflechtungen aus Karton und Garn erweitern das Tafelbild in den Objektbereich. Sprödheit des vorgefundenen Materials, die individuelle Behandlung der Oberfläche mit Farbe relativieren den minimalistischen Charakter von Serialität und Gitterstruktur.

Lorenz Estermann verschneidet Malerei mit Zeichnung. Der malerisch sphärische Grund wird mit einer eindrucksvollen monumentalen Architekturform zeichnerisch behandelt.

Ahmet Oran ist mit Unikat-Öldrucken auf Papier vertreten: Meditativ anmutende fein vibrierende Farbflächen. Persönliche Handschrift wird zugunsten der reinen Farbwirkung aufgehoben. Dazu gesellt sich unter anderem Malerei von Udo Nöger, Martin Schnur und Photographien von Werner Schrödl. (I., Singerstraße 18, bis 8. Juni)

Galerie Steinek. Silvia Steinek gastiert bis in den Herbst hinein in den Räumen der Galerie Bienenstein mit herrlichem Blick auf den Stephansdom. In ihrem ständig wechselnden Programm setzt sie auf Arriviertes aus dem In- und Ausland. Neben Bildern von den bereits stark etablierten Gugginger Künstlern finden sich intensive Blätter von Arnulf Rainer, wie etwa eine dunkle dichte Überarbeitung eines Denkmals. Donald Baechlers Pattern-Painting wirkt dagegen leicht und beschwingt. (I., Weihburggasse 4; bis 10. Oktober)



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