"Wien kommt meiner Mentalität sehr entgegen", sagt der neue Akademie-rektor in einer ersten Stellungnahme.
Schmidt-Wulffen über Ausgliederungen "Sehr glücklich und stolz" zeigte sich der neue Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien, Stephan Schmidt-Wulffen, in einer ersten Reaktion nach seiner Wahl am Mittwoch. Er habe enge Bindungen zu Wien, habe viele Freunde hier und meint, dass die Stadt "meiner Mentalität sehr entgegen kommt". Auftakt Wehrmachtsausstellung Wann er sein Amt antreten werde, wisse er noch nicht, weil er noch nicht mit dem Vorsitzenden des Universitäts-kollegiums gesprochen habe, so Schmidt-Wulffen, den die APA telefonisch in New York erreichte. Sein erstes Auftreten ist jedenfalls durchaus effektvoll: "Auf jeden Fall wird man mich am 8. April zur Eröffnung der Wehrmachtsausstellung an der Akademie sehen, entweder als designierter oder bereits als amtierender Rektor." Die umstrittene Schau des Hamburger Instituts für Sozialforschung wurde wegen der falschen Zuordnungeiniger Bilder 1999 gestoppt. Ihre Neuauflage in Berlin, der ersten Station, zog mehr als 40.000 Besucher an. Verbindung von Theorie und Praxis Die Etikette "Kunsttheoretiker", die ihm bei seiner Kandidatur von der Akademie umgehängt wurde, lässt er gelten, auch wenn er als Ausstellungsmacher stets versucht habe Theorie und Praxis zu verbinden und sich selbst als halber Kunstwissenschafter und halber Philosoph und Sprachwissenschafter sieht. Schmidt-Wulffen über bestehende Verunsicherungen Akademie der bildenden Künste Wien Keine Probleme erwartet Schmidt-Wulffen mit seinen bisherigen Tätigkeiten. Sein Aufenthalt als Gastprofessor in New York ende offiziell Ende März und auch bei der Teilzeit-Professur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sehe er keine Schwierigkeiten, diese aufzugeben. Sein Vorgänger Boris Groys war ja daran gescheitert, dass er keine Beurlaubung für seine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe erhielt. ÖH zufrieden Zufrieden zeigt man sich auch bei der Österreichischen Hochschülerschaft über den Ausgang der Wahl. Dort hatte man zunächst Martin Fritz, Generalkoordinator der Manifesta 4, favorisiert. Nachdem dieser im Dreiervorschlag an das Ministerium nicht mehr vertreten war, erschien Stephan Schmidt-Wulffen auch den Studentenvertretern als bestgeeignetster Kandidat. Für ihn spreche in erster Linie, so ein Studentenvertreter, dass er nicht aus dem Haus komme. "Es herrscht hier nach wie vor ein Meisterschulprinzip, da sollte sich was tun und das kann nur von außen kommen", so die ÖH. Und weiter: "Wir erwarten von einem Rektor, dass er Visionen entwickelt und nicht nur verwaltet." Die Studentenvertretung wünschte sich eine öffentliche Person, die Fragen zu Kunst und Gesellschaft aufwirft und zum Thema macht. "Deshalb haben wir uns auch für Boris Groys stark gemacht." Das und die Beantwortung grundsätzlicher Fragen, nach dem Entwicklungspotenzial unter den Bedingungen der Vollrechtsfähigkeit, wie auch nach dem gesellschaftlichen Stellenwert ihrer Ausbildungsstätte, wollten die Studentenvertreter einer Hausbesetzung nicht zutrauen. Links ÖHAkademie der bildenden Künste Wien
"Sehr glücklich und stolz" zeigte sich der neue Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien, Stephan Schmidt-Wulffen, in einer ersten Reaktion nach seiner Wahl am Mittwoch. Er habe enge Bindungen zu Wien, habe viele Freunde hier und meint, dass die Stadt "meiner Mentalität sehr entgegen kommt".
Auftakt Wehrmachtsausstellung
Wann er sein Amt antreten werde, wisse er noch nicht, weil er noch nicht mit dem Vorsitzenden des Universitäts-kollegiums gesprochen habe, so Schmidt-Wulffen, den die APA telefonisch in New York erreichte. Sein erstes Auftreten ist jedenfalls durchaus effektvoll: "Auf jeden Fall wird man mich am 8. April zur Eröffnung der Wehrmachtsausstellung an der Akademie sehen, entweder als designierter oder bereits als amtierender Rektor." Die umstrittene Schau des Hamburger Instituts für Sozialforschung wurde wegen der falschen Zuordnungeiniger Bilder 1999 gestoppt. Ihre Neuauflage in Berlin, der ersten Station, zog mehr als 40.000 Besucher an.
Verbindung von Theorie und Praxis
Die Etikette "Kunsttheoretiker", die ihm bei seiner Kandidatur von der Akademie umgehängt wurde, lässt er gelten, auch wenn er als Ausstellungsmacher stets versucht habe Theorie und Praxis zu verbinden und sich selbst als halber Kunstwissenschafter und halber Philosoph und Sprachwissenschafter sieht.
Schmidt-Wulffen über bestehende Verunsicherungen Akademie der bildenden Künste Wien Keine Probleme erwartet Schmidt-Wulffen mit seinen bisherigen Tätigkeiten. Sein Aufenthalt als Gastprofessor in New York ende offiziell Ende März und auch bei der Teilzeit-Professur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sehe er keine Schwierigkeiten, diese aufzugeben. Sein Vorgänger Boris Groys war ja daran gescheitert, dass er keine Beurlaubung für seine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe erhielt. ÖH zufrieden Zufrieden zeigt man sich auch bei der Österreichischen Hochschülerschaft über den Ausgang der Wahl. Dort hatte man zunächst Martin Fritz, Generalkoordinator der Manifesta 4, favorisiert. Nachdem dieser im Dreiervorschlag an das Ministerium nicht mehr vertreten war, erschien Stephan Schmidt-Wulffen auch den Studentenvertretern als bestgeeignetster Kandidat. Für ihn spreche in erster Linie, so ein Studentenvertreter, dass er nicht aus dem Haus komme. "Es herrscht hier nach wie vor ein Meisterschulprinzip, da sollte sich was tun und das kann nur von außen kommen", so die ÖH. Und weiter: "Wir erwarten von einem Rektor, dass er Visionen entwickelt und nicht nur verwaltet." Die Studentenvertretung wünschte sich eine öffentliche Person, die Fragen zu Kunst und Gesellschaft aufwirft und zum Thema macht. "Deshalb haben wir uns auch für Boris Groys stark gemacht." Das und die Beantwortung grundsätzlicher Fragen, nach dem Entwicklungspotenzial unter den Bedingungen der Vollrechtsfähigkeit, wie auch nach dem gesellschaftlichen Stellenwert ihrer Ausbildungsstätte, wollten die Studentenvertreter einer Hausbesetzung nicht zutrauen. Links ÖHAkademie der bildenden Künste Wien
Keine Probleme erwartet Schmidt-Wulffen mit seinen bisherigen Tätigkeiten. Sein Aufenthalt als Gastprofessor in New York ende offiziell Ende März und auch bei der Teilzeit-Professur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sehe er keine Schwierigkeiten, diese aufzugeben. Sein Vorgänger Boris Groys war ja daran gescheitert, dass er keine Beurlaubung für seine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe erhielt.
ÖH zufrieden
Zufrieden zeigt man sich auch bei der Österreichischen Hochschülerschaft über den Ausgang der Wahl. Dort hatte man zunächst Martin Fritz, Generalkoordinator der Manifesta 4, favorisiert. Nachdem dieser im Dreiervorschlag an das Ministerium nicht mehr vertreten war, erschien Stephan Schmidt-Wulffen auch den Studentenvertretern als bestgeeignetster Kandidat.
Für ihn spreche in erster Linie, so ein Studentenvertreter, dass er nicht aus dem Haus komme. "Es herrscht hier nach wie vor ein Meisterschulprinzip, da sollte sich was tun und das kann nur von außen kommen", so die ÖH. Und weiter: "Wir erwarten von einem Rektor, dass er Visionen entwickelt und nicht nur verwaltet."
Die Studentenvertretung wünschte sich eine öffentliche Person, die Fragen zu Kunst und Gesellschaft aufwirft und zum Thema macht. "Deshalb haben wir uns auch für Boris Groys stark gemacht." Das und die Beantwortung grundsätzlicher Fragen, nach dem Entwicklungspotenzial unter den Bedingungen der Vollrechtsfähigkeit, wie auch nach dem gesellschaftlichen Stellenwert ihrer Ausbildungsstätte, wollten die Studentenvertreter einer Hausbesetzung nicht zutrauen.
Links
ÖHAkademie der bildenden Künste Wien