12.08.2001 19:19:00 MEZ
Die Lendls:
Internationales in Graz -
Erfolgreicher Kunsthandel
Die Grazer Galerie Eugen Lendl hat expandiert
und verfügt über einen wunderbar eleganten neuen Raum. Eugen und sein Bruder
Andreas (Haus der Kunst) sind nun eine kleine Großmacht bei Kunsthandel und
kultureller Vermittlungsarbeit.
Wesentliche Aspekte des zeitgenössischen Kunstschaffens hat die Galerie Eugen
Lendl dem Grazer Publikum auch bisher schon vermittelt. Zusätzlich zu ihren
Räumlichkeiten in der Gleisdorfergasse 4 haben Angela und Eugen Lendl nun in der
Innenstadt von Graz eine wunderbare neue Galerie eröffnet. Auf rund 200
Quadratmetern ist derzeit "New Space" - eine Schau mit Schätzen aus dem Bestand
- zu sehen. Eine sympathische Visitenkarte für die Lendls, die internationale
und damit korrespondierende aktuelle österreichische Positionen zeigen. Arbeiten
der arrivierten Steirer der jüngeren Generation (Kienzer, Erjautz, Reiterer)
sind ebenso zu sehen wie Werke von Hermione Wiltshire, Günther Förg, Dennis
Oppenheim, Beat Zoderer und Helen Chadwick. Hier, in den Räumen des ehemaligen
Palais Wildenstein, waren im 19. Jh. die Malsäle der städtischen
"Zeichnungsakademie" untergebracht. Auch das Grazer Stadtarchiv hatte hier eine
Heimstatt. Die Architektin Anna Pichler hat das Gebäude im Auftrag des
Geschäftsmannes Friedrich Böhm sehr elegant renoviert. In der Gleisdorfergasse
sollen Büro und Präsentationsmöglichkeiten für junge Kunst bleiben.
"Was heute gedacht wird", soll auch weiterhin neben "passenden
Altmeistergeschichten" stehen können, so Eugen Lendl. Für den "Steirischen
Herbst" ist etwa eine Anton Henning Personale geplant. Und in der
Gleisdorfergasse werden Arbeiten des österreichischen Shootingstars Markus
Wilfling zu sehen sein. (fn)
Erfolgreicher Kunsthandel
Dass Graz mittlerweile einen "europäischen Anstrich" habe, konstatiert der
Bruder von Eugen, Andreas Lendl. Er hat seit drei Jahren die größte
Kunsthandlung in Graz. Sein "Haus der Kunst" verfügt (auf drei Stockwerken) über
eine Ausstellungsfläche von rund 600 Quadratmetern und über eine ideale
Infrastruktur. Alfred Hrdlicka, Juan Miró, Roman Scheidl, Robert C. Rore, Kiki
Kogelnig aber auch Norbertine Bresslern-Roth, Gerhard Almbauer, Engelbert Rieger
oder die Niederösterreicherin Regina Hadraba sind nur einige der Künstler, deren
Arbeiten hier zu erstehen sind. Neben "Stamm-Grazern" gibt es Kunden aus
Italien, Deutschland und Slowenien.
(red - DER STANDARD, Print 13.8.2001)
Quelle: ©
derStandard.at