Die schöne Kunsthalle
E s ist ein schöner Bericht, den der Vorstand des Trägervereins der Kunsthalle Wien am Montag hat vorlegen lassen: sechs Seiten schlank, mit Geldbeträgen, Buchungsständen, Datumsangaben. Trotzdem bleibt zu den Vorwürfen an die Kunsthalle Wien und ihren Direktor Gerald Matt wegen der Ausstellungen und des Buchs „Österreichs Kunst der 60er Jahre“ alles unklar, was davor auch unklar gewesen ist.
Warum wird eine vom Kunsthalle-Vereinsvorstand deklarierte „Kooperation“ über ein Sonderkonto des Kunsthalle-Direktors abgerechnet? Warum werden für eine „Kooperation“ dem Direktor Überstunden weiterverrechnet? Warum muss der Direktor für eine „Kooperation“ der Kunsthalle ein Defizit selbst tragen?
Und einige Daten fehlen. So wurde der sonderbare Verrechnungsmodus über ein Konto des Direktors „in weiterer Folge“ hausintern vereinbart. War das „in weiterer Folge“ der ersten Anfragen von Journalisten? Waren auch Honorarnoten der Mitarbeiter eine weitere Folge von Recherchen der Medien?
Der Bericht wiederholt, was der Vorstand schon bisher zu Buchprojekt und Vermittlung von Staatsbürgerschaften getan hat: Der Direktor wird bedingungslos geschützt. Wiens Bürgermeister und Kulturstadtrat freuen sich offenbar, dass alles so schön ist in ihrer Kunsthalle.



















