Dornbirner Flatz-Museum eröffnet
Am Freitagabend wurde in Dornbirn im umgebauten ehemaligen Naturkundemuseum das Flatz-Museum eröffnet. Der 1952 geborene und seit langem in München lebende Künstler Wolfgang Flatz erhält damit ein eigenes Museum in seiner Heimatstadt, in der er mit seinen mitunter provokanten Performances und Aktionen früher auf wenig Verständnis gestoßen war.
apadornbirn
Als die Stadt Dornbirn vor rund sechs Jahren daran gegangen war, ein neues Kulturleitbild zu entwickeln, war Kulturamtsleiter Roland Jörg auch mit Flatz ins Gespräch gekommen, der sich statt Blasmusik und Trachtenkapellen so etwas wie eine Sommerakademie für junge Künstler wünschte. „In dem Zusammenhang hat er mich auch gefragt, was man tun muss, damit jemand zurückkommt, der das Land verlassen hat“, erzählte Flatz. So entstand die Widmung des 600 Quadratmeter umfassenden zweiten Stockwerks des zu einem Kulturzentrum mit Architekturinstitut, Büros, Lokal und Buchhandlung umgebauten naturhistorischen Museums für ein Künstlermuseum zu Lebzeiten, wie sie in Niederösterreich etwa Hermann Nitsch und Arnulf Rainer gewidmet sind.
„Das Museum ist nicht als Mausoleum angelegt, sondern offen nach vorne konzipiert“, versicherte Flatz. „Ich werde viel im Land sein und viel Energie reinstecken. Ich sehe das Museum als Plattform und als Öffnung. Das ist eine Chance, Kunst im Dialog und Diskurs am Leben zu erhalten - gerade in einem Land, das sich reich entwickelt hat, auch kulturell.“ Den Grundstock der Ausstellung bildet eine umfangreiche Schenkung des Künstlers an die Stadt, die ihrerseits ein Drittel des auf 50.000 Euro geschätzten Jahresbudgets aufbringen wird (die restlichen Drittel stammen vom Land Vorarlberg und der Privatwirtschaft). Im ersten Jahr werden hier 31 Werke ausgestellt.




















