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14. November 2008
13:18 MEZ

Richard Kriesche "Capital + Code", Ausstellung im Grazer Kunsthaus von 15. November 2008 bis 22. Februar 2009. Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.

 
Finanzkrise beschert Ausstellung "irritierende Aktualität"
"Capital + Code"mit Werken von Richard Kriesche im Grazer Kunsthaus

Graz - Im Grazer Kunsthaus wurde für die neue Ausstellung "Capital + Code" ein neues Werk des Medienkünstlers Richard Kriesche mit einigen seiner älteren Werke kombiniert. Im Mittelpunkt der Schau stehen die Themen "Information" und "Kapital". Durch die Entwicklung auf dem Finanzmarkt hat das Projekt "eine erstaunliche und irritierende Aktualität bekommen", erläuterte Kunsthaus-Intendant Peter Pakesch bei einer Pressekonferenz am Freitag.

Die Ausstellung hat "nur retrospektiven Charakter, für eine wirkliche Retrospektive würde das Kunsthaus nicht ausreichen", erklärte Pakesch in Anspielung auf das umfangreiche Werk Kriesches. Der Künstler wurde von der Realität bei der Arbeit an der Ausstellung eingeholt. Er habe "nie zuvor punktgenau die Weltwirklichkeit getroffen", so Kriesche. "Wir stehen mitten in einem radikalen Bruch", zeigte sich der Künstler von Veränderungen jeder Art überzeugt.

Ausstellung von Publikation begleitet

Die Lichtinstallation "Aesthetics of Capital", die Kriesche für das Kunsthaus geschaffen hat, zeigt einen Raum, der in computerblaues Licht getaucht ist und an dessen Wände von acht Projektoren die Kurven der Marktentwicklung an die Wand geworfen werden. Konzipiert wurde dieses Projekt vor einem Jahr, mittlerweile ist es aktueller denn je.

Gezeigt werden auch ältere Werke wie "Studio Sperimentale", einem Nachspüren der anscheinenden Eindeutigkeit von Dimensionen, oder "Life-Video-Sound-Polaroid Installation", worin sich Kriesche mit den Verschiebungen von Schaffen und Betrachten auseinandersetzt.

Im Rahmen der Ausstellung wird am 3. Dezember auch die dreibändige Gesamtpublikation der Autorin Astrid Becksteiner-Rasche zum Werk Richard Kriesches präsentiert. (APA)

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