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"Wir möchten uns von diesem Raum distanzieren." So
kommentierte Elisabeth Leopold, Ehefrau des Museums-Gründers, die textile
Wandgestaltung im Vortragsraum des Leopold-Museums, ein Geschoß unter der
Erde gelegen. Hier eröffnete sie am Freitagvormittag die elfte
österreichische Kunsthistorikertagung. "Das ganze Museum ist Leopold - nur
dieser Raum ist es nicht." Der Stoff wurde nach altpersischem Muster
gewebt. Hans Belting, renommierter deutscher Kunstwissenschaftler, der
anschließend den Eröffnungsvortrag "Zum Werkbegriff der Moderne" hielt,
ließ sich von der Wandgestaltung nicht irritieren. Bis Sonntagmittag
folgen Vorträge zum Generalthema "Osterweiterung - Westerweiterung", zu
barocker Adelskultur in Mitteleuropa oder Denkmalpflege.
Samstagabend wird ein neuer Vorstand des
Kunsthistorikerverbandes gewählt. Nach drei Amtsperioden kann Karl Schütz,
Leiter der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums, nicht mehr
kandidieren. sp
© Die Presse | Wien
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