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| 03.06.2004 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| KUNSTBÜRO 1060: Fast genial - ENGHOLM ENGELHORN: BANAL? | ||
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N.I.C.J.O.B., eigentlich Nicolas Jasmin, ist aus der
Wiener Kunstszene schon seit Jahren nicht mehr wegzudenken.
Einzelausstellungen in Neuseeland sowie 2002 die Teilnahme an der
Liverpool Biennale sorgten auch für internationale Resonanz. N.I.C.J.O.B.
recycled Sequenzen von Spielfilmen, looped Handlungsabläufe ins scheinbar
Unendliche oder lässt sie durch permanente Wiederholung zum Stillstand
gefrieren. Während im Video "Trio" Kletterer versuchen, eine Mauer zu
überwinden, und Sisyphos ähnlich immer wieder in die Mühsal dieser
unüberwindbaren Anstrengung rückgekoppelt werden, läutet in "Rebell", der
aktuellsten Arbeit, eine Glocke wie von Geisterhand gesteuert. Zu gerne
würde man sich in den immergleichen Verlauf dieser Videobilder vertiefen,
wären da nicht die Bretter des Galeriebodens, die, zum sperrigen Podest
umfunktioniert, absolut keine Plattform zur Versenkung bieten. Schlicht
und ergreifend genial inszeniert ist dagegen das Video "Breaker", das -
hinter die Gitterabsperrung des Nebenraumes projiziert - einen auf den
Kopf gestellten Break-Dancer in voller Aktion zeigt. Preise auf Anfrage.
(Bis 26. Juni., Wien 6, Schadekgasse 6-8) ENGHOLM ENGELHORN: BANAL?In "Cocaine Nights" beschreibt der Literat James Graham
Ballard eine Freizeitgesellschaft an der Costa del Sol, die hinter ihrer
schicken Fassade Gräueltaten, Sex-Exzessen, Drogen frönt, um nicht an
Langeweile zu sterben. Tim Stoners Malereien scheinen um diese
Doppelbödigkeit Bescheid zu wissen. Denn eigentlich banal und
oberflächlich mutet sein Zyklus "Sombrero" zunächst an: Damen mit
Sonnenhut als durchgängiges Motiv, nur in Gestik und Aufnahmewinkel leicht
variiert und jeglicher individueller Züge beraubt (6000-11.000€). Doch so
wenig wie bei den apokalyptischen Schattenwesen, die der junge Brite
tanzend und badend 2001 hier präsentierte, haben wir es nun mit Ikonen
touristischen Müßiggangs zu tun. Eine geisterhafte Aura, etwas
unterschwellig Brutales haftet diesen Bildern an, in denen farblich das
Spektrum des Sonnenlichts durchexerziert wird. Die Utopie vom besseren
Leben macht hier dem Gefühl von Unbehagen Platz. (Bis 3. Juli., Wien
4, Schleifmühlgasse 3) Manisha Jothady |
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