derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst
Newsroom | Politik | Investor | Webstandard | Sport | Panorama | Etat | Kultur | Wissenschaft

01.12.2002 20:25

Die Kunst und ihre Doubles
Kunstfälscher-Skandal mit Hauptbetroffenem Arnulf Rainer



Linz - Ein groß angelegter Kunstfälscher-Skandal ist von der Exekutive aufgedeckt worden, berichtet das Nachrichtenmagazin profil: Ein Händler wurde verhaftet; der als Urheber der Fälschungen Verdächtigte soll sich noch auf freiem Fuß befinden.

Als mutmaßliche Fälschungen sollen von der Exekutive bisher rund 100 Werke identifiziert worden sein, die von zeitgenössischen Künstlern wie Arnulf Rainer und Max Weiler stammen sowie von Künstlern aus dem "Gugginger Kreis". Rainer selbst habe einen "falschen Rainer" in einer Linzer Galerie und einen weiteren im Linzer Dorotheum entdeckt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Der in Enzenkirchen (Bezirk Schärding) lebende Rainer habe den Beamten einen entscheidenden Tipp gegeben: Ihm war von einem Linzer Antiquitätenhändler ein gefälschtes Bild zur Überprüfung vorgelegt worden. Rainer habe daraufhin sofort Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Rainer sprach von rund 100 Fälschungen, die im Zuge der Ermittlungen entdeckt worden konnten, die meisten davon in Wien und Niederösterreich.

Die Oberösterreichischen Sicherheitsbehörden verwiesen im Zusammenhang mit den Ermittlungen auch auf die niederösterreichischen Kollegen. Diese hatten von "einer großen Sache" gesprochen. Aufgrund laufender Ermittlungen wurde von der Kriminalabteilung vorläufig Stillschweigen angeordnet. (APA/ DER STANDARD, Printausgabe, 2.12.2002)


Newsroom | Politik | Investor | Webstandard | Sport | Panorama | Etat | Kultur | Wissenschaft

© derStandard.at
2002