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| 23.06.2005 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Kunsthistorisches Museum: "Keinerlei Einsicht" | ||
| Seipel vor dem RH-Ausschuss im Parlament. | ||
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"Es muss endlich Konsequenzen geben! Dieser Mann zeigt
trotz einer Vielzahl an Ungereimtheiten seine zweifelhaften Amtsgeschäfte
betreffend keinerlei Einsicht. Die vom Rechnungshof dokumentierten
Missstände werden weder von Seipel, vom Kuratorium des KHM noch von
Ministerin Gehrer ernst genommen." Soweit SPÖ-Rechnungshof-Sprecher
Günther Kräuter Mittwoch. Wilfried Seipel, Generaldirektor des
Kunsthistorischen Museums (KHM), Mitglieder des KHM-Kuratoriums und Gehrer
waren vor den RH-Ausschuss ins Parlament geladen worden, um Auskunft über
den RH-Bericht über das KHM zu geben, der u. a. Buchführung, hohe
Reise-Abrechnungen kritisierte. Aus dem Ministerium hieß es hernach, die Sache sei
erledigt. Der Rücktritt von Rudolf Wran, dem früheren Sektionschef und
Vorsitzenden des KHM-Kuratoriums, sei aus gesundheitlichen Gründen erfolgt
und stehe in keinem Zusammenhang mit den Vorwürfen des RH. Kräuter: "Wran
wirft das Handtuch. Der erste Dominostein ist gefallen." "Polemik und
Unsachlichkeit" konstatierte VP-Abgeordneter Johann Leodolter: "Schon bei
den ersten Wortmeldungen haben sich die SP-Abgeordneten und später die
Grünen nicht an ihre eigenen Forderungen nach Sachlichkeit gehalten."
"Der Freundeskreis rund um KHM-Direktor Seipel konnte die
Vorwürfe des Rechnungshofes nicht im Geringsten entkräften", erklärte der
Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl: "Es entstand bei den
Befragungen der Eindruck einer verschworenen Gemeinschaft, die viele
Fehler im KHM wegreden sollte. Wahrscheinlich ist schon die Konstruktion
eines Kuratoriums, das seiner Aufsichtspflicht nicht nachkommen kann, Teil
des Problems." "Zinggl war offenbar in einem anderen Ausschuss oder er
hatte eine so vorgefasste Meinung, dass er sich den Tatsachen nicht
stellen wollte", replizierte Leodolter. bp |
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