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| "2003"-
Projekte - Taxis als fahrende Galerie Monitore im Inneren zeigen Videokunst - Fahrt zum Normaltarif. Kunst ist im Rahmen von "Graz 2003" nicht nur in Ausstellungen und an öffentlichen Plätzen zu sehen. Man kann sie auch "dazwischen" - bei der Fahrt von einem Veranstaltungsort zum nächsten - konsumieren: Im so genannten Kunsttaxi, das während des ganzen Jahres im Bereich der Rücksitze Videodokumentationen von künstlerischen Arbeiten aus den unterschiedlichsten Sparten zeigt. Gefahren wird zum Normaltarif.Auffälliges Design kennzeichnen die "Kunsttaxis 2003" von außen, Kunstgeschehen prägt ihr Inneres: Die einzelnen Videobeiträge setzen sich zum Teil aus bisherigen Produktionen der "Intro-Graz-Spection", einer Künstlervereinigung, die 1990 gegründet und in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Neue Medien und Fotografie arbeitet, zusammen. Die Gruppe hat aber auch neue Arbeiten eigens für "Graz 2003" erstellt und in der Stadt lebende Ausländer eingeladen, gemeinsame Arbeiten zu konzipieren, erklärte der Grazer Künstler Fedo Ertl, einer der beiden Projektverantwortlichen, im Gespräch mit der APA. Eingesetzt werden ab heute, Donnerstag, 15 Kunsttaxis der Marke Mercedes "Vaneo", die "Graz 2003" im öffentlichen Verkehr repräsentieren. Sie können per Funk über die Nummer "878 - Kunsttaxi" geordert werden, sind aber auch auf den zentralen Standplätzen der Innenstadt (Hauptplatz, Kaiserfeldstraße, Opernhaus und Hauptbahnhof) zu finden. "Die einzelnen Beiträge, die im Taxi über den DVD-Player abrufbar sind, dauern zwischen drei und 13 Minuten", so Ertl. Die neuen eigens für "Graz 2003" kreierten Arbeiten stehen unter dem Motto "Graz spricht viele Sprachen". Dazu hat man in Graz lebende Ausländer eingeladen, an unterschiedlichen Kunstprojekten teilzunehmen: Für den Beitrag "Arayis" hat sich die Kunsttaxi-Truppe beispielsweise gemeinsam mit einem gebürtigen Türken, der in Graz ein Lokal betreibt, in Istanbul auf die Suche nach seinem Kindheitsidol gemacht. In "Drop-in City-Sauna" wird gemeinsam mit der Architektin Susanna Ahvonen die Typologie finnischer Saunen in ihrer Heimat vorgeführt. In "Grazvöhringer Kirchenlift" schafft der deutsche Architekt Reiner Schmid durch Überblendung des von ihm konzipierten Liftes im Schloßberg mit der Kirche seines Heimatortes Vöhring bei Stuttgart eine neue stadträumliche Situation. Weiters entwickeln u.a. die österreichischen Künstler Max Gad, Georg Altziebler, G.R.A.M., Franz Pichler und Herbert Soltys neue Arbeiten für die Kunsttaxis. 2003-01-09 10:21:09 |