Salzburger Nachrichten am 14. Februar 2006 - Bereich: Kultur
Ausstellungen

"Schattenspiel"

ist der Titel der Ausstellung, die die Neue Galerie in Linz in Kooperation mit den Kunsthallen Brandts Klaedefabrik in Odense (Dänemark) und Kiel (Deutschland) präsentiert. Sie ist eine Hommage an Hans Christian Andersen, dessen 200. Geburtstag im Vorjahr zu feiern war. Gezeigt werden Kunstwerke, die mit Licht und Schatten spielen. Der Bezug zu Andersen entsteht durch dessen Geschichte "Der Schatten", die von der Spaltung der Persönlichkeit und von der Figur des Doppelgängers erzählt. 31 Künstler sind vertreten, etwa Christian Boltanski, Per Kirkeby oder Sigmar Polke (bis 1. Mai).

"LichtWerk"

nennt das Museum Moderner Kunst (Mumok) in Wien jene neue Ausstellung, die Kunst und Licht seit den 1960er Jahren darstellt - von der Fluxusbewegung über die Minimal- und die Konzeptkunst bis zu Fotos und Medienkunst. Im Zentrum steht die 2004 erworbene Installation "Afrum II" von James Turrell, der heuer im Sommer im Auftrag der Salzburg Foundation ein Kunstwerk in der Stadt Salzburg gestalten wird. Wie kaum ein anderes Medium hat das elektrische Licht im 20. Jahrhundert den Lebensraum des Menschen verändert und daher auch viele Künstler inspiriert (bis 17. April).

Wilhelm Kaufmann

ist der Name von zwei Malern, die beide im 20. Jahrhundert in Österreich tätig waren. Der eine lebte von 1901 bis 1999 großteils in Salzburg; der andere lebte von 1875 bis 1975 in Wien. Diesem "Wiener Kaufmann" widmet das Erzbischöfliche Dom- und Diözesanmuseum am Stephansplatz in Wien derzeit eine Sonderausstellung mit 40 Ölgemälden. Mit immer wieder überraschend prallen, kräftigen Farben hat Wilhelm Kaufmann stimmungsvolle Orte in Italien, Paris oder Wien festgehalten. Seine stenografisch wirkenden Pinselstriche vermitteln eine wunderbare Leichtigkeit (bis 1. April). hkk