MAK: Noevers "Strategieplan 2007"

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Mit einer "klaren Offensive und Vorwärtsstrategie" will MAK-Direktor Peter Noever dem "stürmischen Wandel des Kulturbegriffs" begegnen und der Gefahr, "dass Kunst immer mehr zur Privatangelegenheit wird". Bei seinem traditionell am 1. Februar, dem Tag seines Amtsantritts vor 16 Jahren, stattfindenden jährlichen Pressegespräch, das der Bilanz und Vorschau gewidmet ist und heuer unter dem Motto "Der Herausforderung eine Chance" stand, präsentierte Noever als "Strategieplan bis 2007" die Verdichtung des Programms trotz abnehmender finanzieller Mittel.

Die finanzielle Situation österreichischer Museen sei "dramatisch, alarmierend gering und rückläufig", so Noever, der zudem befürchtet, dass sich in Wien die finanzielle Unterstützung künftig auf den neu geschaffenen Museumskomplex konzentrieren werde. Die acht Millionen Euro (110,1 Mill. S), die dem MAK 2001 an Bundesmitteln zur Verfügung standen, werden in den nächsten Jahren unvalorisiert fortgeschrieben, durch die Ausgliederung anfallende Veränderungen nicht entsprechend berücksichtigt. An Erlösen aus dem Museumsbetrieb und sonstigen Erträgen waren im Vorjahr 0,9 Millionen Euro budgetiert, insgesamt also ein Gesamtbudget von 8,9 Millionen Euro. Fast die Hälfte des Vorjahres-Gesamtbudgets war für Personalkosten verplant.

Für Ausstellungen standen dem MAK laut Noever 1996 1,9 Millionen Euro zur Verfügung, im Vorjahr waren es 1,4 Millionen, und 2004 würden es nur mehr 800.000 Euro sein. In Gefahr sei dadurch das Profil des MAK als Plattform für Künstler, Denker und Wissenschafter. "Selbst in der Industrie weiß man, dass es ohne Forschung keine Entwicklung gibt", so Noever. Ein besonders kritischer Punkt sei auch, dass das Haus über kein Ankaufsbudget verfüge. Es bestehe ein Fehlbedarf von 2,6 Millionen Euro, um auf die Mittel zu kommen, über die das MAK 1996 verfügte. "Trotzdem wird es uns gelingen, unserem Ruf als treibende Kraft der Kunstszene gerecht zu werden", so Noever kämpferisch.

Die Zahl der Präsentationen, nicht mitgerechnet Sonderveranstaltungen wie Symposien, konnte von 39 im Jahr 2000 auf 64 im Vorjahr gesteigert werden. Die Besucherzahlen stiegen von 110.000 im Jahr 2000 auf 161.000 im Vorjahr.

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