Bank Austria gibt Einblick in ihre Kunstsammlung
Rund 8.000 Werke umfasst die seit den 50er Jahren aufgebaute Kunstsammlung der Bank Austria. Einen winzigen Einblick davon gibt seit Donnerstagabend der Auftakt der Ausstellungsreihe "Collected", mit der künftig einmal jährlich ein spezifisches Thema anhand der Sammlung beleuchtet werden soll.
Für die erste Präsentation, die bis zum 10. Juli im "tresor"-Raum des Bank Austria Kunstforums gezeigt wird, hat sich Kurator Florian Steininger den 1980ern gewidmet. Die Namen sind ganz geläufig: Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Hubert Scheibl oder Hubert Schmalix. Eine Generation der "jungen Wilden", die antrat, die Malerei wieder aus dem Schatten der Video-, Performance- und Installationskunst zu befreien. Doch es sind ganz untypische Werke, die den Besucher erwarten, der Wiedererkennungswert ist gering.
Steininger hat sich bewusst für Frühwerke entschieden, schließlich ist die Ankaufspolitik der Bank auch heute noch darauf ausgerichtet, bei jungen, aufstrebenden Künstlern möglichst früh anzukaufen. "Es ist ein bisschen wie ein Maturatreffen - 30 Jahre danach erinnert man sich an früher", schmunzelt Steininger im Gespräch mit der APA.
Während man etwa Otto Zitkos typische Spirallinien bereits erkennen kann und sich auch auf Aquarellen von Maria Lassnig ihre Körperbewusstseinsmalerei abzeichnet, dürfte man etwa bei den gezeigten Bildern von Franz West oder Herbert Brandl bei der Suche nach ihren Urhebern zunächst im Dunkeln tappen. Die Gegenüberstellung der frühen Arbeiten mit den rezenten Positionen könnte eines der nächsten Themen der "Collected"-Serie werden. Man könnte auch Richtung Gegenwart gehen - oder in das Informel eines Josef Mikl, Markus Prachensky oder Wolfgang Hollegha. Dazu soll es in der Sammlung besonders reichhaltige Bestände geben.















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