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| 04.11.2003 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Aktionismus-Sammlung: Wandert ins Mumok | ||
| Das Wiener Museum Moderner Kunst will Teile der Sammlung Friedrichshof leasen. | ||
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Die Sammlung Essl zeigt gerade eine Nitsch-Retrospektive, das MAK will das nächste Jahr mit einer skandalträchtigen Otto-Muehl-Ausstellung beginnen und die Albertina eröffnet am Donnerstag eine Schau über Günter Brus. "Wir brauchen nicht lauter Museen der Moderne, sondern nur eines. Diese Ausstellungen nehmen uns in Geiselhaft", stellte Edelbert Köb, Direktor des Museums moderner Kunst, am Montag fest, als er verkündete, sein Haus als "Kompetenz- und Forschungszentrum des Wiener Aktionismus" positionieren zu wollen. Zu diesem Zweck will Köb einen großen Teil der von Otto
Muehls Kommune in den 80er Jahren angelegten Sammlung Friedrichshof für
das Mumok sichern und langfristig über einen Leasing-Vertrag erwerben: Ein
EU-weit ausgeschriebenes Leasing-Institut soll die Sammlung für eine
Million Euro von der Friedrichshof Wohngenossenschaft kaufen, das Mumok
diese Summe samt Zinsen zehn Jahre lang abzahlen. Das würde eine
Verschuldung über Jahre bedeuten, so Köb, aber man wolle im Mumok den Weg
des konsequenten Sammelns gehen. Eine Absichtserklärung für den Ankauf
wurde am Montag von Köb unterschrieben. Zwei Millionen Euro pro Jahr
wünscht sich der Direktor vom Staat zusätzlich zur Basisabgeltung von 7,3
Millionen Euro allein für den Ausbau der Sammlung. 21 Werke von Muehl, Brus, Schwarzkogler - überwiegend
bereits als Leihgaben im Mumok zu sehen -, 2700 dokumentarische
Aktions-Fotos von Ludwig Hoffenreich sowie das Archiv des Wiener
Aktionismus werden in den Bestand des Mumok überwechseln. Das
Kommunen-Archiv bleibt im Besitz des Friedrichshofes unter Verschluss. sp
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