derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst
Newsroom | Politik | Investor | Webstandard | Sport | Panorama | Etat | Kultur | Wissenschaft

09.01.2003 11:42

Salzburger Museen blicken voraus
Carolino Augusteum mit 'MotorradKult(ur)', Rupertinum mit Dubuffet





Salzburg - Das Salzburger Museum Carolino Augusteum (SMCA) hat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz die Pläne für das Ausstellungsjahr 2003 sowie die Bilanz des abgelaufenen Jahres präsentiert; das Rupertinum zog am Donnerstag mit einer Aussendung mit.

'MotorradKult(ur)' im SMCA

Im Carolino Augusteum vorbereitet sind 13 Sonderausstellungen, darunter Präsentationen wichtiger Salzburger Künstler wie des Aquarellisten Gottfried Salzmann, der 86-jährigen Malerin Lisl Engels, des Dichters und Malers Georg Rendl und des Bildhauers Josef Zenzmaier.

"Eines der Highlights des Ausstellungsjahres 2003 wird die Ausstellung 'MotorradKult(ur)', mit der das SMCA museales Neuland betritt", sagte Marx bei der Pressekonferenz. Ab Anfang Oktober werden Motorräder aus den Jahren 1910 bis 1960 gezeigt. "Diese Raritäten stammen unter anderem aus der Sammlung des Rennfahrers und Motorradjournalisten Helmut Krackowizer. Sämtliche dieser zweirädrigen Exponate sollen mit entsprechenden Schaustücken aus Alltag und Kultur der jeweiligen Zeit erläutert werden", sagte Marx.

Gute Zuschauerbilanz

Die erste Vernissage im Jahr 2003 im SMCA ist am 10.1. im Haupthaus. Gezeigt werden der Stand der Restaurierungsarbeiten am berühmten Sattlerpanorama sowie die Pläne zur Präsentation dieses Salzburger Prunkstückes im Hof der neuen Residenz, wohin das SMCA ja im Jahr 2004 übersiedeln wird. In rund zwei Wochen werden die detaillierten Umbaupläne für dieses 20-Millionen-Euro-Projekt vorgelegt. Schon jetzt zeichnet sich eine Kostenerhöhung dieses Projektes in der Höhe von rund zehn Prozent ab, weil die technischen Schwierigkeiten bei der Unterkellerung des Hofes unterschätzt worden seien, sagte Direktor Erich Marx.

Das Jahr 2002 war für das SMCA erfolgreich, vor allem die Ausstellung "Juden in Salzburg" hat mit 20.000 Menschen für die Hälfte der im Haupthaus gezählten 40.000 Besucher gesorgt. In allen Häusern zusammen - also Haupthaus, Spielzeugmuseum im Bürgerspital, Dommuseum und Volkskundemuseum in Hellbrunn - waren es mehr als 100.000 - womit das SMCA seine Zuschauerbilanz im Vergleich zu 2001 um rund 15 Prozent steigern konnte.

Das vor allem von Salzburg-Touristen frequentierte Festungsmuseum hat seine Zahlen für 2002 noch nicht vorgelegt, SMCA-Direktor Erich Marx rechnet aber mit rund 250.000 Besuchern.

Rupertinum punktete mit Leger und "Sex and Landscapes"

Das Salzburger Rupertinum konnte im Jahr 2002 mit fast 55.000 Gästen das beste Besucherergebnis seit 1991 erzielen, teilte das Museum am Donnerstag in einer Aussendung mit. Als Bestseller erwiesen sich 2002 die Ausstellung "L'Esprit Moderne" mit Werken von Fernand Leger und die Newton-Ausstellung "Sex and Landscapes".

Für das Jahr 2003 plant das Rupertinum unter anderem eine Schau "Nolde, Schmidt-Rotluff und ihre Freunde" mit Beispielen expressionistischer Malerei und Grafik. Auch dem dänischen Künstler Per Kirkeby ist eine Ausstellung gewidmet. Im Mittelpunkt der großen Sommerausstellung steht Jean Dubuffet (in Zusammenarbeit mit der Fondation Dubuffet Paris und der Solomon R. Guggenheim Stiftung New York). (APA)


Newsroom | Politik | Investor | Webstandard | Sport | Panorama | Etat | Kultur | Wissenschaft

© derStandard.at
2003