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| Ein reiches
kleines Haus der Moderne Ein neuer Anlauf in Sachen Haus der Kunst am
Innsbrucker Marktplatz: Noch in diesem Jahr soll ein Architektenwettbewerb
ausgeschrieben werden. Die Stiftung Klocker finanziert zwar den Architektenwettbewerb für das neue Museum, bauen muss es allerdings die Öffentlichkeit. Herwig van Staa liebäugelte schon als Innsbrucker Bürgermeister immer mit diesem Projekt, und er steht auch als Landeshauptmann dahinter. "Das Land wird allerdings höchstens ein Drittel der Baukosten übernehmen", so der LH. Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach hat zwar van Staas Begeisterung für diese "Begegnungsstätte der Kunst an diesem fantastischen Platz am Inn" geerbt, erhofft sich von ihrem Amtsvorgänger allerdings, dass er sich finanziell wesentlich stärker als mit einem Drittel engagiert. Und auch für Kunststaatssekretär Franz Morak wäre laut Zach das Innsbrucker Projekt "eine klasse Gelegenheit" etwas Konkretes gegen sein erst vor wenigen Tagen beim Tirol-Tag in Wien vorgetragenes Unbehagen bezüglich einer ungerechten Verteilung der Kulturgelder zu tun. Inhaltlich bzw. wer das neue Haus leiten soll wollen sich Emmi Klocker und auch ihr Stiftungsrat nicht einmischen. "Das ist allein Sache der Stadt, da gehören junge Leute her", so Klocker. Was sie sich wünschen würde, wäre allerdings kein Allerweltsmuseum, sondern ein Museum für die österreichische und besonders Tiroler Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. "Ich habe eine großartige Sammlung österreichischer Kunst des 20. Jahrhunderts, besonders bedeutende Bilder von Max Weiler und eine riesige Flora-Sammlung", so die inzwischen fast 88-jährige Emmi Klocker. Angekauft werden sollte dagegen nur Kunst von heute werden. Bürgermeisterin Hilde Zach will sich baldigst mit Dieter Bogner, dem Verfasser eines ersten Konzepts für ein Kunsthaus Innsbruck, in Verbindung setzen. "Das alte Konzept muss natürlich überarbeitet werden", so Zach, der das Kunsthaus Bregenz als großes Vorbild vor Augen schwebt. Im Stadtbudget ist seit Jahren ein für das Kunsthaus zweckgebundener Posten von 859.900 € vorhanden. Kommt das neue Museum am Marktplatz, würde das das Ende des Kunstraums Innsbruck bedeuten, der seit seiner Gründung 1996 als Übergangslösung bis zur Eröffnung eines Kunsthauses angelegt war. 2003-01-29 21:58:20 |