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| GRAZ: Kunsthaus-Eröffnung als Höhepunkt der
EU-Kulturhauptstadt 2003 |
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| Das kunstpotente
"Warzenschwein" |
Als "Wunderbauwerk" bezeichnete Intendant
Peter Pakesch das neue Grazer Kunsthaus: "Das Gebäude hat
enorme Offenheit und Eigenwilligkeit, darin liegt das
ungeheuer Spannende." Dass die erste Ausstellung "Einbildung -
Die Wahrnehmung in der Kunst" erst einen Monat nach der
Eröffnung stattfindet, sei eine bewusste Entscheidung gewesen:
"Wir wollten die Eröffnung des Hauses von der Schau trennen."
Nach eineinhalb Jahren Bauzeit wird das Grazer
Kunsthaus am 27. September planmäßig eröffnet. Fehlt bis dahin
auch vielleicht noch die eine oder andere Acrylplatte der
blauen Außenhaut, so dürften die Arbeiten im Inneren doch
abgeschlossen sein. Der Bau, der von den Architekten Peter
Cook und Colin Fournier entworfen wurde, präsentiert sich zum
Auftakt mit einer Klanginstallation von Max Neuhaus.
Im Februar 2002 wurde nach Abbruch- und
Erdaushubarbeiten mit dem eigentlichen Bau des Grazer
Kunsthauses begonnen. In das neue Gebäude wurde das bestehende
"Eiserne Haus" integriert, dessen Fassade komplett renoviert
wurde. In diesem Teil des Gebäudes werden neben der "Camera
Austria" und dem "Medienkunstlabor" auch Büros untergebracht
sein.
Spektakulärster Teil des neuen Hauses ist die
blaue "Blase", jener Bereich, in dem die Ausstellungsflächen -
"Space 1-4" - untergebracht sind. Die Verkleidung der Blase,
aus der kurze, schräge Röhren ("Nozzels"), aufragen, hat in
letzter Zeit öfter zu semi-kreativen Spitznamen wie
"Warzenschwein" animiert. Sie besteht aus über 1000
Acrylplatten, unter denen sich ringförmige Leuchtröhren
befinden, die pixel-artig Schriften und Bilder transportieren
sollen. Ein Cafe soll im Erdgeschoß eingerichtet werden,
außerdem wird das Kunsthaus über einen eigenen Bookshop
verfügen.
Das Budget für den Gesamtbau beträgt
mittlerweile 45,6 Millionen Euro. Ein offenes Verfahren, bei
dem eine Baufirma die Kunsthaus AG geklagt hat und nicht genau
abschätzbare Kosten für die Außenhülle könnten die Summe
allerdings noch erhöhen.
"Wir müssen die Dynamik der
Räume erst erkunden", so der Intendant. Für die erste
Ausstellung werden auf der einen Ebene Stellwände errichtet,
im oberen Raum sollen eher Skulpturen präsentiert werden. Die
Schau umriss Pakesch als "Parcours, was sich Künstler in den
letzten 40 Jahren zum Thema Wahrnehmung gedacht haben". Die
beiden Eröffnungen sind ein Höhepunkt der Kulturhauptstadt.
(apa/irju)
Info: http://www.graz03.at/
OÖNachrichten vom 24.09.2003 |
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