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03.03.2003 19:43

Gehrers Ziel: Mehr Geld für die Museen
Außerdem soll eine Studie über eine "Präsentations- Strategie" entstehen





Wien - Die Bundesmuseen haben ein ähnliches Problem wie die ebenfalls ausgegliederten Bundestheater: Auch ihr Subventionszuschuss - knapp 69 Millionen Euro per anno - ist seit Jahren "gedeckelt". Aber die Personalkosten steigen und steigen. Daher meldeten die Direktoren einen Mehrbedarf an. Die Summe, die zusätzlich benötigt werde, ist kurioserweise die gleiche, die auch Georg Springer, Chef der Bundestheater-Holding, für die Bühnen fordert: 7,2 Millionen Euro. Beziehungsweise: 100 Millionen Schilling.

Wie man auf diese runde Summe kommt? Zumindest für die Museen wurde der Wert ermittelt: von den Wirtschaftsprüfern Ernst & Young im Auftrag der Kulturministerin. Diese Summe (oder einen Teil) zu lukrieren hat sich Elisabeth Gehrer, wie sie bei einer Pressekonferenz am Montag erklärte, als Ziel für die kommende Legislaturperiode gesetzt. Trotz sinkender Budgets. Was nur durch "Schwerpunktsetzung" innerhalb des Gesamtbudgets gelingen kann, zu der sie sich bekennt.

Eine eigene Lösung wird es für die Albertina geben müssen, die am 14. März wiedereröffnet wird: Die grafische Sammlung erhält derzeit bloß 5,1 Millionen Euro jährlich, das MAK hingegen kommt auf deren acht, das Mumok auf 7,4 Millionen. Für das heurige Jahr erhält die Albertina zumindest einen zusätzlichen "Investitionsbeitrag" in der Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Worin aber unterscheiden sich die Programme? Das MAK macht auch auf Kunsthalle, das Kunsthistorische Museum bringt mitunter Gegenwartskunst, und die Albertina beackert ebenfalls das Feld der Klassischen Moderne. Gehrer will daher eine Studie zur "Entwicklung einer gesamthaften Sammlungs- und Präsentationsstrategie" in Auftrag geben. Zudem werde man sich hinsichtlich der Steuerreform 2005 überlegen, wie steuerliche Anreize für Denkmalschutz und Sponsoring verstärkt werden können. (trenk / DER STANDARD, Printausgabe, 4.3.2003)


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