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derStandard.at | Panorama | Chronik 
22. August 2006
18:14 MESZ
Nachlese
Deutschland: Maskierter Mann drang in Garten von Benedikt XVI. ein  
"Wasser-Diebstahl" beim Papst war "Kunst-Aktion"
Polizei durchsucht Journalistenbüro - Mann wollte "Vermarktung des Papstes brandmarken"

Pentling/Regensburg - Nach einem Wasser-Diebstahl aus dem Garten des privaten Wohnhauses von Papst Benedikt XVI. in Pentling sind die Wohnung und das Büro eines Regensburger Journalisten durchsucht worden. "Polizisten haben alle Computer, Festplatten und Kassetten mitgenommen", sagte der freiberuflich tätige Hubertus Wiendl am Dienstag. Er selbst habe die Aktion nur gefilmt und das Papst-Grundstück nicht betreten.

Leere Flaschen mit Wasserschlauch aufgefüllt

Drei Künstler, von denen einer in den Garten gegangen sei, um mit dem Wasserschlauch leere Flaschen aufzufüllen, hätten die Vorgänge für den Film selbst dokumentiert. Es sei darum gegangen, die Vermarktung des Papstes zu "brandmarken", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" Wiendl. Gegen die Razzia legte der 47-Jährige Beschwerde ein. Angaben zu den Künstlern könne er nicht machen, sagte Wiendl.

Auch Künstler seien nicht berechtigt, Straftaten zu begehen, das Einsteigen in ein fremdes Grundstück sei Hausfriedensbruch, kommentierte der Regensburger Leitende Oberstaatsanwalt Johann Plöd die Aktion. Über das weitere Vorgehen würden die Strafverfolger nach Auswertung des beschlagnahmten Materials entscheiden. (APA/dpa)


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