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Neu in Kunsthalle Steyr
Mit einem "fest" meldete sich am Sonntag die "Kunsthalle. tmpSteyr" nach einer längeren Schaffenspause ins Kulturleben Oberösterreichs zurück. Dabei ging es den Veranstaltern in erster Linie um den kommunikativen Austausch zum Thema Neuorientierung und Kulturpolitik.

"Wenn die Kulturpolitik ihren Weg nicht ändert, dann ändern wir eben unseren." Mit dieser Grundsatzerklärung umreißt Walter Ebenhofer, selbst Künstler, Mentor und Kurator im Verein "Rohstoff", das angespannte Verhältnis mit den Steyrer Kulturpolitikern und dem Magistrat. Ausschlaggebend für die Unstimmigkeiten waren schalltechnische Ein- und Umbauten in die Kunsthalle für die geplante Musikschule und die Errichtung eines Fahrschulübungsplatzes vor dem Gebäude. "Uns war immer bewusst, dass wir mit der Stadt einen zeitlich limitierten Mietvertrag abgeschlossen haben, aber dennoch haben wir ein Gespräch über unsere weitere Zukunft als einzigen Anbieter temporärer bildender Kunst in Steyr zwingend erwartet."

Ebenhofer spricht dabei die erfolgreiche Kulturarbeit des Vereins an, der von 1997 bis 2001 mehr als zwanzig international beachtete Kunstprojekte realisiert hat und damit das Image der Stadt deutlich verbessern half. Unter den derzeitigen Gegebenheiten sei es unmöglich, weiter Ausstellungen durchzuführen, weil vor allem die fein abgestimmte Raumstruktur der Kunsthalle nachhaltig gestört wurde. Auch die versicherungstechnischen Auflagen können nicht mehr erfüllt werden.

Im Zuge der Neuorientierung wollen die Verantwortlichen den Namen "Kunsthalle. tmpSteyr" bewusst beibehalten, aber so gut wie alle Aktivitäten in andere Orte verlegen um damit die geistige und schöpferische Emigration zu dokumentieren. Darüber hinaus werden sich Walter Ebenhofer und Reinhold Rebhandl aber in Zukunft auch verstärkt in die kulturpolitische Sachdiskussion in Steyr einbringen. (loc)



OÖNachrichten vom 23.09.2003
 
   
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