"Rundumschläge in gewohnter Manier werden hier stattfinden, gnadenlos. Ich bin ja der Mike Tyson unter den Zeichnern und geniere mich nicht, alle anzupflaumen."
Das Karikaturmuseum Krems wird salopp auch "Deix-Museum" genannt. Im Obergeschoß kann man sich durch die Welt dieses radikalsten aller österreichischen Karikaturisten bewegen - alles ist da: Die ins monströse übersteigerten österreichischen Typen, und die sarkastischen politischen Bilderbögen. Kein Politiker keiner Partei bleibt ungeprügelt. Gustav Peichl und Manfred Deix / ©Bild: M. Deix Vor 15, 20 Jahren, da hat Österreich bei seinen Zeichnungen noch die Luft angehalten. Inzwischen haben sich die Leute an seinen Stil gewöhnt und fühlen sich bei weitem nicht mehr so provoziert. "Es gibt Leute, die sagen: mein Gott, der Deix ist zahnlos geworden", feixt Deix und kontert: "Ich bin nicht zahnlos geworden, sondern das allgemeine Klima ist rauer und brutaler geworden. Jetzt falle ich nicht mehr auf. Wenn man durchzappt beim Fernsehen gibt es explodierende Autos und aufgeschlitzte Kinder zu sehen. Das noch zu toppen, ist ja nicht meine Aufgabe." "Beach Baby", Manfred Deix (Zum Vergrößern anklicken) / ©Bild: M. Deix Manche der ausgestellten Deix-Karikaturen haben es dennoch in sich. So lässt ein Blatt über das Verkleben von Körperteilen bei Schubhäftlingen an Krassheit und Empörung nichts zu wünschen übrig. Die Deix-Präsentation soll jedenfalls laufend aktualisiert werden. "Es wird eine permanente, neue, druckfrische Ausstellung werden, in der es vor Neuigkeiten nur so blubbert", versichert Manfred Deix.
Das Karikaturmuseum Krems wird salopp auch "Deix-Museum" genannt. Im Obergeschoß kann man sich durch die Welt dieses radikalsten aller österreichischen Karikaturisten bewegen - alles ist da: Die ins monströse übersteigerten österreichischen Typen, und die sarkastischen politischen Bilderbögen. Kein Politiker keiner Partei bleibt ungeprügelt.
Vor 15, 20 Jahren, da hat Österreich bei seinen Zeichnungen noch die Luft angehalten. Inzwischen haben sich die Leute an seinen Stil gewöhnt und fühlen sich bei weitem nicht mehr so provoziert. "Es gibt Leute, die sagen: mein Gott, der Deix ist zahnlos geworden", feixt Deix und kontert: "Ich bin nicht zahnlos geworden, sondern das allgemeine Klima ist rauer und brutaler geworden. Jetzt falle ich nicht mehr auf. Wenn man durchzappt beim Fernsehen gibt es explodierende Autos und aufgeschlitzte Kinder zu sehen. Das noch zu toppen, ist ja nicht meine Aufgabe."
Manche der ausgestellten Deix-Karikaturen haben es dennoch in sich. So lässt ein Blatt über das Verkleben von Körperteilen bei Schubhäftlingen an Krassheit und Empörung nichts zu wünschen übrig.
Die Deix-Präsentation soll jedenfalls laufend aktualisiert werden. "Es wird eine permanente, neue, druckfrische Ausstellung werden, in der es vor Neuigkeiten nur so blubbert", versichert Manfred Deix.