Moderne Kunstwerke sorgen für Debatte
Salzburg. Die Salzburg Foundation sorgt wieder einmal für Aufreger, zumindest in der Stadtpolitik. „Anschlag auf Salzburg“ nennt es FPÖ-Kultursprecherin Gertraud Schimak, von zwei „hochwertigen Projekten“ spricht dagegen SPÖ-Gemeinderätin Ursula Schupfer. Die Rede ist von den Kunstwerken „Connection“ von Manfred Wakolbinger und „Beyond Recall“ von Brigitte Kowanz, deren Aufstellung der Altstadtausschuss vergangene Woche genehmigt hat. Kowanz plant über den Sockeln der vier Staatsbrückenköpfe die Errichtung von semitransparenten Spiegelkuben, in denen Schriftzüge aus Neon aufleuchten sollen. Das Kunstobjekt von Walkobinger ist eine fast elf Meter lange, 2,6 Meter hohe Edelstahl-Skulptur, die am Rudolfskai vor der alten Stadtmauer aufgestellt werden soll.
„Die von der Salzburg Foundation gewollte Provokation der Salzburger Bevölkerung erreicht damit ihren letzten Höhepunkt“, meint FPÖ-Gemeinderätin Schimak. Der öffentliche Raum gehöre allen, die Bevölkerung habe daher ein Recht, bei solchen Projekten mit eingebunden zu werden.
„Der kleinliche Anti-Kunst-Reflex der FPÖ ist so vorhersehbar wie unnötig“, kommentiert SPÖ-Kultursprecherin Ursula Schupfer. „Salzburg ist Kulturstadt und lebt von der Kunst – von der zeitgenössischen genauso wie von der traditionellen Kunst.“ Hochwertige Kunst solle nicht nur Touristen in die Stadt locken, sondern auch die Bevölkerung zur Diskussion anregen.


















