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Christian Strasser ist neuer Museumsquartier-Chef

24.08.2011 | 15:33 |  (Die Presse)

Der ehemalige Manager des Linzer Posthofs übernimmt ab Oktober die Leitung der Wiener Kulturinstitution. Er erhält einen Fünf-Jahres-Vertrag.

Christian Strasser, ehemaliger Manager des Linzer Kulturzentrums Posthofs und derzeit oberster Gebäude- und Immobilien-Manager der Stadt Linz, wird neuer Chef des Wiener Museumsquartiers (MQ). Diese Personalentscheidung gaben Kulturministerin Claudia Schmied und Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (beide SPÖ) am Mittwoch bekannt. Der 49-jährige Jurist wird ab 1. Oktober Nachfolger des als Staatssekretär in die Bundesregierung gewechselten Langzeit-Geschäftsführers Wolfgang Waldner. Er nannte die stärkere Positionierung des Museumsquartiers als "Kunstschaffensraum" als vordinglichste Aufgabe der zweiten Dekade des Areals, das heuer seinen zehnten Geburtstag feiert.

Er wolle "die Erfolgsgeschichte Museumsquartier fortsetzen", sagte Strasser. Dabei sehe er sich "als Dienstleister, bei dem Kreativität einfließen wird" und der die auf dem Areal ansässigen Institutionen bestmöglich unterstützen möchte. Strasser denkt an Nutzung von Synergien, Schaffung von gemeinsamen Programm-Schwerpunkten, größeres Betonen des Vermittlungsaspekts, stärkere Einbeziehung der Gastronomie in die Kunstprojekte sowie Schaffung eines kleinen, "ergänzenden" Kulturangebots.

Marke quartier21 stärken

Für die Betonung des "Schaffensraums Museumsquartier", der ebenso wichtig sei wie der Lebensraum und der Kulturraum, soll die Marke quartier21 gestärkt und ausgebaut werden. Dieses "dynamische, bunte, florierende Kulturbiotop", das der zeitgenössischen Kunstproduktion gewidmet sei, verdiene mehr Aufmerksamkeit. Ein weiteres Ziel sei es, "die Abgeschlossenheit des Museumsquartiers nach außen zu öffnen".

Dabei sollten Gespräche mit den Architekten Ortner & Ortner mittelfristig Möglichkeiten aufzeigen, "mit geringen Mitteln" Signalwirkung nach außen zu erzielen. Eine in den vergangenen Jahren immer wieder aufgeflammte Diskussion erklärte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny dagegen für vorläufig beendet: "Eine Übersiedlung der Kunsthalle Wien ist derzeit nicht vorgesehen."

Vertrag für fünf Jahre

"Uns schien es wichtig, in die neue Dekade mit einem Blick von außen zu gehen", begründete Schmied den "Neustart" mit dem "erfahrenen und weltoffenen Immobilien- und Kulturmanager", dessen Qualifikationen "in nahezu idealtypischer Weise" den Anforderungen dieses Postens entsprächen. Mailath-Pokorny zeigte sich u.a. darüber erfreut, dass "jemand aus den Bundesländern" diesen Job auf dem Wiener Kultur-Parkett übernehmen werde.

Seine Aufsichtsrat-Funktionen in Burgtheater, Staatsoper, Volksoper, der Theaterservice GmbH und der Vereinigten Bühnen Wien will Strasser weiter ausüben, die Funktion des Obmanns des Wiener Theatervereins, als der er Eigentümervertreter in Kultureinrichtungen wie dem Brut oder dem Dschungel Wien sei, werde er aus Unvereinbarkeitsgründen zurücklegen, kündigte Strasser an. Sein Vertrag im Museumsquartier ist auf fünf Jahre abgeschlossen.


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