| BREGENZ (schlo). Peter Zumthors asketische Architektur
bildet den kontrapunktischen Rahmen zu dem zur Kunst
stilisierten Kitsch des Amerikaners Jeff Koons, dessen
Glanzzeiten längst vorbei sind. Den Höhepunkt seiner
Popularität erreichte er 1991 durch seine Hochzeit mit dem
italienischen Pornostar Cicciolina, bevor es still um ihn
geworden ist.
In das Kunsthaus Bregenz hat der inzwischen 46-jährige
Koons 21 Bilder und Objekte aus seinen Serien "Celebration",
"Easyfun" und "Easyfun-Ethereal" mitgebracht, die in den
vergangenen sechs Jahren entstanden sind. Die Tradition der
amerikanischen Pop-Art ist unübersehbar die Basis seiner
Kunst, transformiert in die obeflächliche Fun-Gesellschaft von
heute. Nicht ohne Ironie verkuppelt er die unterschiedlichsten
Versatzstücke der Wirklichkeit in seinen hyperrealistisch
gemalten, von Computerfantasien inspirierten Bildern, wobei
sein Blick zwischen 1995 und heute eindeutig erwachsener
geworden ist. Von einer "unschuldigen Aura" spricht Koons
selbst im Zusammenhang mit seiner Kunst. Wenn sie platzt,
bleibt nichts als ein Haufen bunten Mülls.
Kunsthaus Bregenz; bis 16. September, bis 21. August
täglich 10 bis 21 Uhr, ab dann Dienstag bis Sonntag 10 bis 18
Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr |