Wien (APA) - Der heuer zum 25. Mal
vergebene Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst geht an
den in China geborenen und in Wien lebenden Künstler Jun Yang.
Die vom Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien gestiftete, mit
11.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jedes Jahr für das
bisherige Gesamtwerk österreichischer Künstler unter 40 Jahren
vergeben. Kardinal Schönborn wird den Preis am 22. November
verleihen.
Jun Yang wurde 1975 in China geboren und
lebt seit 1979 in Österreich. Von 1996 bis 2000 studierte er
an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seine erste
große Einzelausstellung hatte er mit "Coming Home. Daily
Structures of Life - Version D00" 2001 in der Galerie für
zeitgenössische Kunst in Leipzig. Zuletzt war er heuer mit der
zweiteiligen Videoprojektion "HERO - this is WE" bei der
Biennale in Venedig vertreten. Yangs Werk ist laut Jury "durch
eine vielfältige Auseinandersetzung mit Fragen kultureller und
individueller Identität gekennzeichnet". Erfahrungen aus
seiner eigenen Lebensgeschichte würden" sehr durchdacht mit
Problemen weltweiter Migration verflochten. Der Künstler
arbeitet engagiert, hält sich aber fern von belehrenden oder
moralischen Appellen." Yang benutzt unterschiedliche Medien
wie Automatenfotografie, Filme, Piktogramme, "um sie mit
seinen Inhalten aufzuladen. Vielfältige Formensprache und
formale Sicherheit ist für die Arbeit Jun Yangs
charakteristisch. Dabei zeigt sich über den rein analytischen
Zugang hinausgehend ein sehr poetisches Moment." Darüber
hinaus zeichne sich sein Werk "durch außerordentliche
Konsequenz und Eigenständigkeit und einen leisen Humor aus".
Der Otto Mauer Fonds wurde von Kardinal Franz König und dem
Erben nach Msgr. Otto Mauer, Prälat Karl Strobl, gegründet.
Seine Aufgabe ist es, das besondere Anliegen von Mauer, den
Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft, lebendig zu
halten sowie weiterzuführen.
APA 11:02 3.11.2005
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