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Skandal um Getty-Kunstdiebstahl weitet sich aus
Athen (APA/ag.) - Der Skandal um den Kunstdiebstahl einer ehemaligen Kuratorin des Getty Museums weitet sich aus: Die griechischen Brigaden für den Kampf gegen die Plünderung antiker Kunstschätze teilten am Montag mit, dass in einer Villa der Ex- Kuratorin Marion True auf der Kykladeninsel Paros 17 antike Objekte beschlagnahmt wurden.

Bei dem Zugriff am vergangenen Mittwoch seien unter anderem eine Marmor-Figur, Tempel-Bausteine und Kapitelle aus der hellenistischen und römischen Epoche sowie eine byzantinische Ikone gefunden worden, sagte der zuständige Abteilungsleiter Georgios Gligoris. Alle Objekte seien von True nicht ordnungsgemäß bei den Behörden gemeldet worden. Die 56-jährige Ex-Kuratorin werde eine Vorladung durch die Staatsanwaltschaft erhalten, kündigte Gligoris an. True habe die Villa, in der die Gegenstände beschlagnahmt wurden, 1995 erworben. Seit November läuft bereits in Italien ein Prozess gegen die frühere Beauftragte der Getty Kunstsammlung. Sie hatte im Herbst in diesem Zusammenhang ihren Rücktritt erklärt. Die Getty-Stiftung hatte mitgeteilt, dass True beim Erwerb der Villa auf Paros auch gegen interne Regeln verstoßen habe. Das Getty Museum hatte drei von 42 Objekten herausgegeben, die von den italienischen Behörden im Zusammenhang mit Trues Aktivitäten zurückverlangt wurden. Auch die griechischen Behörden verlangen von dem Museum in Los Angeles die Rückgabe von vier antiken Objekten.

APA 16:17 3.04.2006
 
   


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