45 exklusive Beyeler-Leihgaben im Leopold Museum
Keines von ihnen war jemals in Wien zu sehen, jedes von ihnen kann als Hauptwerk der Moderne gelten: 45 Leihgaben aus der Fondation Beyeler sind aus dem Schweizerischen Riehen ab morgen, Freitag, bis 17. Jänner im Wiener Leopold Museum zu Gast. Cezanne, Picasso, Giacometti und einige mehr bilden die illustre Runde in den eigens geräumten Schiele-Sälen.
apawien
Denn Schiele ist nach Riehen gereist, wo das Leopold Museum Hauptleihgeber für die erste große Themenschau in der Schweiz zu Wien um 1900 ab 26. September ist. Im Gegenzug hat sich die vorsichtig verleihende Sammlung Beyeler dazu durchgerungen, ihre bisher größte Auswahl an Werken auf die Reise zu schicken.
Betont locker gehängt sind die Größen von Cezannes „Seerosen“ über Chagalls „Gelbes Zimmer“ bis zu Kandinskys „Fuge“ und laden zum Verweilen sein. Ein kleiner Schwerpunkt ist Beyelers persönlichem Freund Alberto Giacometti gewidmet, von dem neben zentralen Gemälden wie der „Caroline“ auch einige Bronzen zu sehen sind. Kleine Kostbarkeiten finden sich in der Leopold'schen Auslese ebenso wie Andy Warhols Selbstporträt oder skulpturale Kunst aus Melanesien.
Der Versicherungswert der Schau liegt trotz der geringen Anzahl an Werken bei mehreren hundert Millionen Euro. Nicht müde wird man, die Qualität vor der Quantität zu unterstreichen.
Mit Picasso war Beyeler ebenso persönlich bekannt wie mit Rudolf Leopold, und gemeinsam hatten die beiden Sammler die Zusammenarbeit noch vereinbart. Als wichtigster Galerist und Kunsthändler seiner Generation für die internationale Moderne legte Ernst Beyeler nur seine Lieblinge unter den Arbeiten der mit ihm oftmals befreundeten Künstler für sich selbst zur Seite. 1982 brachte er sie in eine Stiftung ein, 1997 eröffnete das von Renzo Piano entworfene Museum in Riehen, das seither mehr als vier Millionen Besucher anzog.



















