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Aus dem Land der langen Schatten

Im Landhaus Bregenz ist ab heute eine Schau mit finnischer Kunst zu sehen.

Bregenz (VN-cd) Finnische Kunst wird im Allgemeinen mit bestimmten Erwartungen verbunden. Werden sie durchbrochen, ist das einigermaßen überraschend, werden sie bestätigt, kann man meist darauf zählen, dass das Gebotene zumindest von hoher Qualität ist. Für jene Ausstellung, die gestern Abend im Landhaus in Bregenz eröffnet wurde, gilt die zweite Version.

Das Vorarlberger Landesmuseum präsentiert an diesem - vom Publikum ohnehin stärker frequentierten Ort - Werke aus der Sammlung Jenny und Antti Wihuri.

" Nordische Landschaft" lautet der Titel und er findet auch bei Skulpturen Entsprechung, die man nicht gleich mit Landschaften in Verbindung bringen würde. Aber wenn etwa der Bildhauer Markku Hirvelä einen Luchs schafft, hat dieser einen dunklen, langgezogenen Schatten. Im Land, in dem die Sonne öfter tief steht, ist das Phänomen allgegenwärtig wie der Tod, den das Tier an sich symbolisieren soll. Hannele Kylänpää hingegen schafft Tierskulpturen, bei denen die Nähe zur Natur augenscheinlich wird.

Vielfalt und Ästhetik

Die Malerei der Finnen, seien es die düsteren Wahrnehmungsspiele von Susanne Gottberg, die sublimen Abstraktionen von Carolus Enckell oder die bunten Dramen von Mirja Airas präsentiert sich als in den europäischen Kontext eingebunden. Es wirkt einiges vielleicht nicht besonders aktuell. Die meisten Arbeiten stammen aus den Neunzigerjahren. Die Zusammenstellung der Arbeiten von rund 30 Künstlern bietet jedoch Vielfalt, hat einen hohen ästhetischen Reiz und ist auch daher unbedingt eine Begegnung wert.

Geöffnet bis 18. Februar, Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr.

Senja Vellonen: "Ahnung".

Hannele Kylaänpää: "Schwarze Katze", 1997. (Fotos: Katalog)




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