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Die Suche nach dem Ich
"Die tragischen Ereignisse haben natürlich lange
Schatten auf die Kunstproduktion geworfen, nach dem spontanen
Entsetzen haben umfangreiche Diskussionen mit den Künstlern
eingesetzt." Peter Oswald , Intendant des Festivals steirischer
herbst, bei der Vorstellung des Programms für das am 4. Oktober mit
einer Rede von Gerhard Rühm im Bautechnikzentrum der TU Graz
startende Festival. Doch mit dem Generalmotto der Neudefinition des
Subjektbegriffes läge man offenbar richtig. "Eine Art existenzielle,
radikale Ich-Recherche", sei Beat Furrers "Begehren", am 5.10. im
Schauspielhaus konzertant uraufgeführt. Eng am Generalthema
orientiert sich auch die Theater-Produktion "Alle Jäger danke" (ab
19.10.). Für die Ausstellung "Abbild" wurden im Joanneum 50
künstlerische Positionen versammelt und unter den szenischen
Produktionen des Festivals, das heuer über ein 50-
Millionen-Schilling-Budget verfügt (das Land Steiermark gibt fünf
Millionen mehr als zuletzt), findet sich "Tintentod", das erste
Theaterstück von Josef Winkler (31.10. ). Georg Staudacher
inszeniert am 18.10. die Uraufführung von Robert Wolfs "Der
Russland-Salon" als Koproduktion mit dem Wiener Rabenhof Theater,
Klaus Händl setzt sein "Ich ersehne die Alpen; So entstehen die
Seen", ein Doppelmonolog für Olivia Grigolli und Bruno Cathomas, am
6.10. selbst in Szene. Am 19.10. wird "Das Pulverfass" von Dejan
Dukovski wieder aufgenommen. "Dass die großen Stars heuer
fehlen, hat einen wichtigen Grund", sagt Festival-Dramaturg Wolfgang
Reiter, "Wir konnten diesmal im Gesamten ein Programm entwickeln,
dessen vielen Teile ineinander übergreifen. Wir haben
hineingehorcht, was die Künstler, deren Arbeit wir seit einiger Zeit
verfolgen, gerade beschäftigt - um unseren Anspruch eines
Zeiterkundungsfestivals gerecht zu werden." Dank zahlreicher
weiterer Ausstellungen, Veranstaltungen und Aktivitäten (wie der
bereits höchst erfolgreichen "Literaturbörse") ist das Programmbuch
des steirischen herbst 2001 376 Seiten dick geworden und ab sofort
um 35 Schilling im Buchhandel erhältlich. Info und Karten:
(0316) 81 60 70)
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